Konzerte

Lass uns gehen...

Konzertprojekt des Q2 Musikkursesder Stiftsschule Amöneburg

Großes Theater können nicht nur die Theater - AGs der Stiftsschule präsentieren, sondern auch die Musik - Kurse wie der Musikkurs der Q2 (Leitung Hartmut Raatz und Jakob Tollerian) nun einmal mehr unter Beweis stellen konnte. Das im Unterricht und bei zusätzlichen Probewochenenden erarbeitete und einstudierte breite Repertoire an instrumental und gesanglich vorgetragenen Stücken, wurde nämlich in eine verbindende und unterhaltsame Rahmenhandlung eingebettet, die auch mit humorvollen, teilweise emotionalen und unterhaltsamen schauspielerischen Einlagen zu überzeugen wusste. 


Das Konzert unter dem Motto „Lass uns gehen...“ entführte die Zuschauer musikalisch und szenisch in unterschiedliche Regionen und auf verschiedene Kontinente. Was sonst wohl kaum gelingen mag, hier konnte es funktionieren: In etwa 60 Minuten reisten Musiker und Zuschauer einmal um die Welt ! Dieses Kunststück meisterte der Musikkurs nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer entsprechenden Kulisse, die passend zum jeweiligen Reiseziel gestaltet war und auch mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln wie Nebel und aufwendiger Beleuchtungstechnik den Zuschauer schnell in das jeweilige Reise - und Musikziel eintauchen ließ.

So entstanden zur passenden Musik mit der entsprechenden Requisite nicht nur stimmige Bilder nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Kopf des Zuhörers und - schauers. Gleich beim ersten Reiseziel USA war es das Leihauto, das sich die drei jungen Männer auf Abenteuerreise liehen, um die USA zu erkunden. Sogleich fühlte man sich auf einem der schier endlosen Highways versetzt, beispielsweise die berühmte Route 66, und ließ sich auch akustisch durch „Born in the USA“ und „Ring of fire“ mitreißen. 


Mit „Africa“ war das nächste Reiseziel schneller erreicht als mit einem modernen Langstreckenflieger und das CO2 - neutral und schlechtes Klimagewissen! Während ersteres Stück nur thematisch auf den afrikanischen Kontinent einstimmte, fühlte man sich de m wirklich kontinental - und landestypischen musikalische n Kulturgut mit dem Stück „Shosholoza“ deutlich näher gerückt. 


War man bis dahin in der weiten Welt unterwegs, ging es nun wieder näher in die Heimat nach Europa. Während Leichtigkeit und Fröhlichkeit die Reisestationen Amerika und Afrika bestimmten, war nun die emotional ergreifendste musikalische Phase des Abends erreicht. In Frankreich begegneten die Zuschauer nun Catherine , die auf der Suche nach ihrem Vater war und ihre Sehnsucht musikalisch mit dem noch sehr jungen Lied „Papaoutai“ ausdrückt e . Mit Tipps alter Weggefährten ihres Vaters ausgestattet , begab sie sich nun auf die Suche . Zunächst ging es in den Süden mit „Bella Ciao“, um schließlich Catherine im tiefen kalten Russland in der Kneipe „Ka tyusha“ ihren Vater finden zu lassen. Musik und entsprechende Beleuchtungseffekte sorgten dafür, dass es einem trotz realer sommerlicher Temperaturen in der Aula recht kühl wurde. Aber sogleich spürte man die herzliche Wärme als Catherine das Lokal „Katyusha“ betrat, wo sie endlich ihren Vater fand, der sein Lokal nach dem Kind, das aus einer Kriegsliebe entstand, benannte und nun zu Ehren seiner Tochter ein großes Fest feiern ließ. 


Am Rande Europas bzw. geographisch schon außerhalb Europas angekommen, schloss sich Asien als nächstes Ziel der Weltreise logisch an, wo in Tokio Station gemacht wurde, ehe sich die Reise am Sehnsuchtsort vieler Deutscher – Neuseeland – endete. In Neuseeland wurde dann noch „Hartmut`s - Haka - House “ besucht. Der Eigner und Betreiber , „Hartmut“ (Raatz) berichtete der Reisegesellschaft, dass er selbst auf Weltreise mit seiner Frau war und man in Neuseeland hängen geblieben war und nicht zuletzt der „Haka“, der Tanz der indigenen Maori, sie so begeistert habe, dass man blieb und seinen Lebensunterhalt fortan mit einer eigenen Haka - Tanzschule verdienen wollte. Wer und wann auch immer einmal den Weg nach Neuseeland findet, sollte unbedingt nach „Hartmut`s Haka - House “ suchen und dort den kraftvollen, lauten und ausdrucksstarken Tanz der Maori lernen, der als passender tänzerischer und musikalischer Ausdruck zu jedem Anlass Anwendung finden kann. ;-) 


Endgültig vom Haka angesteckt, hielt es nun beim Schlussapplaus und der Forderung nach Zugabe keinen Zuschauer und - hörer mehr auf seinem Platz und die Musiker und Schauspieler erhielten ihren verdienten Lohn! 


Jan - Gernot Wichert

Musiker*innen
Grundkurs Musik Q2 2019
Mara Bretthauer Gesang, Klavier, Keyboard
Noah Dönges Gesang, Cello
Larissa Dörr Gesang, Gitarre, E-Bass
Alina Hausmann Gesang, E-Bass, Glockenspiel
Apollonia Heeb Gesang, Percussion
Jonna Kliem Gesang, Klavier
Daniel Kosin Gesang, Akkordeon, Xylophon
Marius Michel Gesang, Klavier, Xylophon
Maria-Magdalena Paul Gesang, Percussion
Konstantin Pitz Gesang, Posaune, Drums
Joscha Rippl Gesang, Klavier, Keyboard, Cajon
Leoni Rumikewitz Gesang, Gitarre, Bass
Lars Waßmann Gesang, Drums, Glockenspiel
Alena Weitzel Gesang, Gitarre


Jakob Tollerian Leitung, Klavier, Trompete
Hartmut Raatz Leitung, Klavier, Trompete


Schauspieler*innen


Daniel Kosin, Marius Michel, Lars Waßmann Reisegruppe Amerika-Afrika
Jonna Kliem, Maria-Magdalena Paul, Alena Weitzel Reisegruppe Frankreich-Italien-Russland
Noah Dönges, Apollonia Heeb, Larissa Dörr Reisegruppe Japan-Philippinen-Neuseeland


in weiteren Rollen
Jakob Tollerian Bar - Pianist
Joscha Rippl französischer Verkäufer
Konstantin Pitz italienischer Kriegsveteran
Daniel Kosin russischer Papa
Marius Michel, N.N. philippinisches Liebespaar
Hartmut Raatz Haka-Lehrer


Technik


Jakob Tollerian, Paul Wichert, Aytug Özgüwen Tontechnik
Niklas Wild Lichttechnik
Maja Bergmann Kulissen

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung durch „Amoeneburgia e.V.“!

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