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Stiftsschülerinnen toppen Erwartungen

Volleyball, Bundesentscheid bei „Jugend trainiert für Olympia": Amöneburger Team belegt neunten Platz

„Nur nicht Letzter werden", lautete das Ziel für die Stiftsschule Amöneburg vor dem Bundesentscheid. Letztlich sprang sogar ein Platz im Mittelfeld heraus.  
Berlin. „Das war schon gigantisch", zeigte sich Ulrike Wiegard, Trainerin des WK-III-Mädchen-Teams der Stiftsschule St. Johann Amöneburg, von den Eindrücken beim Bundesentscheid begeistert. Lobende Worte hatte die Lehrerin für Deutsch und Sport aber auch für ihre Schützlinge übrig, die sich nach sechs hart umkämpften Spielen den neunten Platz von 16 Teams erkämpften: „Die Mädchen haben ein ganz tolles Turnier gespielt. Wir haben mit allen Teams gut mitgehalten, uns von Spiel zu Spiel gesteigert und auch mentale Stärke bewiesen", sagte Wiegard.
Gegen den vermeintlichen Underdog der Bremer Oberschule an der Ronzelenstraße blieben die Amönburgerinnen zum Auftakt noch „unter ihren Möglichkeiten", wie die Schulsportleiterin der Stiftsschule meinte. Am Ende unterlag man mit 21:25 und 17:25. Doch bereits in den zwei nächsten Vorrundenspielen wussten die „Bergerinnen" zu überzeugen: Gegen das Gymnasium Süderelbe aus Hamburg spielte man dominant auf und verteidigte lange die Führung. Nach zwei Sätzen gewann man souverän mit 25:14 und 25:15.


Gehören zu den zehn besten Schulteams aus ganz Deutschland: Die Volleyballerinnen der Stiftsschule St. Johann Amöneburg. Privatfoto  
Gegen den Favoriten der niedersächsischen Realschule Emlichheim wurde den Amöneburgerinnen ein Aufstellungsfehler im ersten Satz zum Verhängnis (24:26). Nach einem 25:16-Sieg im zweiten Durchgang gab man die Partie erst im Tiebreak (9:15)
aus der Hand. Als Gruppendritter schaffte das Amöneburger Team um die überragend aufspielende Constanze Bieneck aber den Einzug in die Viertelfinal-Qualifikation. Nach zwei engen Sätzen, die je eine halbe Stunde dauerten, mussten sich Constanze Bieneck, Sarah Greib, Antonia Ried, Victoria Limper, Katharina Selle, Larissa Hahn und Anne Grimm dort erst im Tiebreak dem Pascal-Gymnasium Münster aus Nordrhein-Westfalen geschlagen geben.
„Da war einfach der Akku lehr", erklärte Wiegard. Im Qualifikationsspiel um die Plätze neun bis zwölf kämpften sich die Wiegard-Schützlinge gegen das Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt (Thüringen) aber mit einem 20:25-, 26:24- und 15:13-Erfolg wieder zurück ins Turnier. Zu später Abendstunde folgte schließlich ein glatter 2:0-Sieg im Spiel um Platz neun gegen das Goethe-Gymnasium Reichenbach/V.„Es war schon toll, wie die Mädchen die Anstrengung des ganzen Tages durchgestanden haben", zeigte sich Wiegard beeindruckt.
Am Rande des Turniers nahmen sich die Amöneburgerinnen etwas Zeit für die Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt. Auch der Besuch des zweiten Play-off-Finalspiels zwischen dem SSC Berlin und dem VfB Friedrichshafen in der Volleyball-Bundesliga der Männer vor 8 000 Zuschauern stand für die heimischen Volleyballerinnen auf dem Programm.


11.5.2011

Quelle: Oberhessische Presse vom 11.5.2011


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