AG

An der Arche um Acht!

Aufführung der Musiktheater AG der Jahrgangsstufe 7

Bühne frei für... drei Pinguine in der Antarktis, die sich streiten wie die Kesselflicker – sehr überzeugend dargestellt von Katharina Wolf, Nina Hofbauer und Emma Fisbeck. So steigt der Zuschauer in das lustige aber auch tiefsinnige Musiktheater der Klassen 7 ein und bleibt fortwährend hin und hergerissen zwischen sehr erfrischender Komik und tieferen Einblicken in die alttestamentarische Geschichte von Noah und seiner Arche und endlich wissen wir, warum es tatsächlich zur Sinnflut kam!


Denn einer der drei Pinguine möchte sich einen Spaß daraus machen, einen Schmetterling zu töten, doch die anderen halten ihn davon ab, weil Gott doch gesagt hat: „Du sollst nicht töten.“ Zwar ist der Pinguin nicht wirklich von der Existenz Gottes überzeugt, will sich aber doch zurückhalten, tötet aber doch aus versehen den Schmetterling.

Nun wird darüber diskutiert, ob Gott alles gemacht habe, der Zweifler wird zum Spötter und erklärt, dass Gott die Pinguine dann aber nicht gut durchdacht habe, weil sie doch nach Fisch stänken und außerdem Flügel hätten, die aber nicht mal zum Fliegen geeignet seien.

Mitten hinein platzt nun eine Taube (Jana Fichtner), die verkündet, dass Gott sehr ärgerlich sei und nun eine Sinnflut käme. Jeweils zwei Exemplare einer Art dürften auf die Arche. Alle müssten pünktlich um acht an der Arche sein. Die beiden „gottesfürchtigen“ Pinguine bekommen nun ein schlechtes Gewissen, weil sie den dritten nicht alleine zurücklassen wollen. Sie schlagen den dritten Pinguin

ohnmächtig und schmuggeln ihn in einem Koffer an Bord.


An Bord macht sich zwischen den Tieren bald Langeweile und Nörgelei breit. Nachdem der dritte Pinguin erfahren hat, was passiert ist, plagt ihn sein schlechtes Gewissen, weil er sich nun verantwortlich für die ganze Situation fühlt.


Schließlich entdeckt die Taube, die regelmäßig kontrolliert, dass in dem Koffer etwas spricht und sie wird misstrauisch. Der Pinguin im Koffer gibt sich als Gott aus und zunächst funktioniert der Schwindel wunderbar, als jedoch der Pinguin von der Taube einen Käsekuchen gebracht bekommen möchte, fliegen die Pinguine doch auf. Ihnen droht nun von Bord geworfen zu werden.

Doch sie haben Glück, denn die Taube kehrt mit einem Ölzweig im Schnabel zurück und erklärt, dass nun alle von Bord könnten, weil die Sinnflut zurück ginge. Alle müssen in Zweierreihen von Bord und befürchten, dass sie beim Verlassen des Schiffes von Gott kontrolliert und gegebenfalls bestraft werden. Die Taube merkt nun, dass sie es versäumt hat, für sich einen Partner mitzunehmen. Hier können nun die Pinguine aushelfen: Es entsteht der Plan, einen der Pinguine als Taube getarnt vom Schiff.

Es stellt sich jedoch heraus, dass Noah (Mira Juraschka) dort steht und alle in der neuen Welt begrüßt. Er erklärt, dass Gott kein Mann oder eine Frau sei, sondern er „ist überall. In jedem Mensch, in jedem Tier, in jeder Pflanze“. Nun kommt es zum letzten Lacher: Noah stellt fest, dass die Pinguine eigentlich gar nichts auf der Arche zu suchen hatten, denn sie können ja schwimmen!

Ende gut – alles gut. Im Schlussbild überstrahlt nun ein Regenbogen alles. Ein Geschenk und Zeichen Gottes dafür, dass er einen Fehler gemacht hat und mit der Sinnflut seinem Ärger doch etwas zu heftig Ausdruck verlieben hat...

Schauspiel und Gesang der jungen Darsteller wussten absolut zu überzeugen, was die Zuschauer auch mit anhaltendem Applaus deutlich machten. Nicht zuletzt waren dafür Jörg Christiani und Jürgen Pöschl als Leiter der Musiktheater AG und Antje Pöschl für die Musik verantwortlich.



In den weiteren Rollen:

Bär - Hannah Theißen

Känguru – Nele Boland

Elefant – Hannes Tänzer

Löwe – Louisa von Haugwitz

Autor: Ulrich Hub

Musik: Antje Pöschl

Musikarrangement: Jürgen Pöschl

Leitung: Jörg Christiani und Jürgen Pöschl

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