Ausgelegt !

 

Bibelwort: Matthäus 4,12-23

 

In diesen wenigen Versen geschieht sehr viel. Gerade hat Jesus den Teufel abgewehrt (4,1-11),

da hört er von der Gefangennahme Johannes des Täufers. Jesus zieht sich zurück – wohl das Beste,

was er tun kann. Die Gefangennahme des Johannes ist eine Niederlage. Der begegnet man mit Stille,

wenn man machtlos ist. Aber nicht lange. Dann nimmt Jesus die Worte des Johannes in seinen Mund:

Kehrt um! Ändert euren Sinn und damit euer Leben. Die Ersten, die es tun, werden jetzt namentlich genannt. Jesus sucht sich Begleiter, Menschen, die etwas auf sich nehmen um des Himmelreiches willen.

Sie ahnen noch nicht, wie schwer das ist. Sie sind voller Hoffnung auf – ja, auf was genau? Es hat

wohl jeder der neuen Jünger seine eigene Vorstellung von dem, was er nun hoffen kann. Wer auf

Jesus hört und seine Sinne und sein Leben verändern will, tut das in Hoffnung. In Hoffnung auf

nicht nur ein anderes Leben, sondern auf mehr Leben; auf eine Lebensfülle, die ohne Jesus nicht

zu erlangen ist. Dies wird bei den ersten Jüngern der Fall gewesen sein, dies ist bei allen

Jüngern und Jüngerinnen Jesu der Fall. Es folgen die, denen die Erde nicht genug ist, die den

Himmel offen sehen wollen, mitten in ihrem Leben. Das können sie. Wer den Menschen im

Namen Gottes dient, öffnet sich den Himmel. Den Himmel größerer Unbeschwertheit.

 

Michael Becker

 

 



 

 

 




Gottesdienste
Termine