Liebe Gemeindeglieder,


am 14. Juni beginnt in Moskau die Fußballweltmeisterschaft. Zum ersten Mal mit sogenanntem Videobeweis. Das bedeutet die Nutzung einer Videoaufnahme zur Unterstützung der Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters. Dieser Beweis soll mehr Gerechtigkeit in den Fußball bringen. Dabei entscheidet sich Beurteilung dessen, was gerecht ist, daran, ob der Schiedsrichter letztendlich richtig entschieden hat.


In der Liturgie ist für genau für den 14. Juni das Evangelium über die Gerechtigkeit vorgesehen. Es ist reiner Zufall. Im Evangelium lesen wir : "Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen." Mt 9, 20.


Der Text dieses Evangeliums sagt uns, dass Gottes Gerechtigkeit noch ein Stück weiter geht. Sie beginnt nicht bei der äußeren Tat, sondern im Inneren, im Herzen der Menschen: "Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe". Mt 5, 23-24.


In jedem Gottesdienst, ganz am Anfang, bitten wir den Herrn als schwache und sündige Menschen um sein Erbarmen. Wir bitten, dass er sich vor allem unserer inneren Ungerechtigkeiten erbarmen möge und uns Kraft zu einem wirklich gerechten Leben schenke.Eigentlich es ist nicht egal, ob in den Fußballspielen wirklich die Gerechtigkeit herrschen wird, aber ehrlich gesagt, es sind nur Spiele.


Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schauen der WM.


 Ihr Pater Jacek Pajewski  

 




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