Bistum Fulda

Herzliche Begegnung zwischen Schülern und zukünftigen Priestern

Schüler gestalten Werbeplakate für den Glauben und sprechen darüber mit Diakonen aus sechs deutschen Bistümern

Fulda/Hofbieber-Kleinsassen (bpf). Mit Aufregung und gespannten Gesichtern empfingen die Schüler der Realschulklassen 9a und b der Lichtbergschule Eiterfeld die Diakone des diesjährigen mitteldeutschen Pastoralkurses im Ludwig-Wolker-Haus in Kleinsassen. Die 33 Jugendlichen waren gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Frau Fiebich und Herrn Schubert zu Tagen religiöser Orientierung der Schülerseelsorge im Bistum Fulda. Neben den Themen Persönlichkeits- und Lebensorientierung und Stärkung der Klassengemeinschaft, stand auch die Auseinandersetzung mit der Frage nach Gott auf dem Programm.

Dazu hießen die Jugendlichen acht junge Diakone aus den Erzbistümern Paderborn und Berlin sowie aus den Bistümern Dresden-Meißen, Görlitz, Erfurt und Fulda willkommen. Sie kamen gemeinsam mit dem neuen Jugendpfarrer des Bistums Fulda, Alexander Best, und dem Referenten für Neuevangelisierung im Bischöflichen Generalvikariat, Thomas Bretz, vom Priesterseminar hinaus in die Rhön gefahren. Alexander Best und Thomas Bretz hatten bereits am Vormittag die Diakonen im Rahmen ihrer Ausbildungseinheit „Jugendarbeit und Evangelisation“ auf den Nachmittag vorbereitet.

Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken ging es los. Sebastian Pilz (Bischöfliches Generalvikariat Fulda) und Giulia Evangelista (Praxissemester Schülerseelsorge) arbeiteten mit den Schülern der Klasse 9a und empfingen vier Diakone mit Thomas Bretz im Seminarraum, während Bernadette Wahl (Bischöfliches Generalvikariat Fulda) und Luisa Bäuml (FSJ) mit den Jugendlichen der 9b den Jugendpfarrer Best mit vier weiteren Diakonen empfingen. Nach einem kurzen Kennenlernen wurden alle kreativ. Mit bunten Klebebändern gestalteten Jugendliche und Diakone in Kleingruppen Plakate nach dem Kunststil „TapeArt“, die, wie aus einer Werbeagentur kommend, besonders junge Menschen für den Glauben ansprechen sollten. Die Ergebnisse waren recht unterschiedlich. Von klassischen Motiven wie einer Kirche oder einem Boot beim Fischfang gestalteten einige Schüler auch ein Smartphone, das die Frage „Wer ist Gott?“ bei google suchte, oder ein grelles Plakat mit der Frage „Heute schon gebetet?“.

Über ihre Ergebnisse tauschten sich Schüler und Diakone in anschließenden Gesprächsrunden aus, wobei auch persönliche Fragen nach dem Weg der jungen Männer zum zukünftigen Priesteramt beantwortet wurden. Die Gespräche verliefen ganz unterschiedlich und teilweise sehr tiefgehend, da auch über Glaubenszweifel und die Wahrnehmbarkeit Gottes in der Welt diskutiert wurde.

Für den Abend hatten die Diakone mit Hilfe von Alexander Best, Thomas Bretz und der Schülerseelsorge verschiedene Angebote für die Schüler vorbereitet. So konnten die Jugendlichen beispielsweise Gebetsanliegen schreiben, ein aktuelles Poplied auf die Frage nach Gott hin durchdenken oder der Faszination von Einhörnern im aktuellen Zeitgeist in Verbindung mit dem Glauben hinterfragen. Daneben gab es auch die Möglichkeit zur Beichte und zu Einzelgesprächen bei Jugendpfarrer Alexander Best, der einige der Jugendlichen noch aus seiner Zeit als Kaplan in Eiterfeld kannte. Nach dem gemeinsamen Gebetsabend, den manche Schüler schon wegen seiner wohltuenden Atmosphäre aufgrund der bunten Scheinwerfer im Gruppenraum und dem Jugendkreuz des Bistums Fulda in der Mitte lobten, hieß es Abschied nehmen und die Diakone reisten wieder zurück in Priesterseminar.

Die Schüler bedankten sich bei den Referenten der Schülerseelsorge für den organisierten Besuch der Diakone. So schrieb eine 14-jährige auf ihren Rückmeldebogen: „Die Tage haben mir Spaß gemacht, es hätte ruhig länger sein können. Ich dachte eigentlich, dass die Diakone sehr langweilig werden, aber es war genau das Gegenteil: sie waren voll offen und entspannt, was ich toll fand.“ Auch Sebastian Pilz, Teamleiter der Schülerseelsorge im Bistum Fulda, bewertet die Begegnung von Schülern und Diakonen als Erfolg. „Ich war überrascht, wie herzlich die Jugendlichen die zukünftigen Priester aufnahmen und wie offen und ehrlich sie zu ihnen waren. Es gab kritische Rückfragen und andere Ansichten, die die Schüler vertraten. Da war ich stolz auf die Schüler und mir wurde nochmal klar, wie wichtig diese Verbindung von jugendlicher Lebenswelt und der kirchlichen Pastoral in der Ausbildung zukünftiger Priester ist. Es wird das Projekt bestimmt wieder geben“, so Sebastian Pilz.

Auch Jugendpfarrer Alexander Best äußerte sich mit Blick auf den Ausbildungsteil für die Diakone zufrieden: „Ich habe dieses Projekt mit der Schülerseelsorge selbst vor sechs Jahren als Diakon erlebt und schätzen gelernt. Somit war es mir dieses Jahr eine Freude zum ersten Mal als Jugendpfarrer junge Mitbrüder mit zu den Schülern zu begleiten. Bewegend fand ich, wie unterschiedlich die einzelnen Diakone mit ihren Begabungen die jungen Menschen erreicht haben. Das Projekt ist ein Erfolg, weil die Diakone da sofort die Verbindung von Theorie und Praxis anwenden lernen und eine ehrliche Rückmeldung von den Jugendlichen bekommen. Das ist wichtig für ihren weiteren Weg als Priester“, so Alexander Best.

Die Schülerseelsorge bietet für alle interessierten Schulen im Bistum Fulda Tage religiöser Orientierung ab der neunten Jahrgangsstufe rund um die Themen Persönlichkeitsentwicklung, Glaube und Klassengemeinschaft an. Weitere Informationen per Mail an: schuelerseelsorge@bistum-fulda.de oder bei Sebastian Pilz, Sachgebietsleiter Schülerseelsorge, Tel. 0661/87-265.


Sebastian Pilz

09.11.2017


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