Jugend trainiert für Olympia 2011 Bundesfinale - 5 Tage in Berlin

Dienstag: Anreise und Begrüßung

5 Tage Aufregung, Spaß und ganz viel frische Hallenluft sollten vor uns liegen, das konnte man sich am Dienstagmorgen in dem riesigen Hauptbahnhof in Berlin fast schon denken! Die JtfO-Orga.-Teams erwarteten uns und ca. 500 andere Sportler und Sportlerinnen, die allein aus einer Richtung nach Berlin zum Bundesfinale gereist, kamen. Angekommen und sich umgeschaut, gab es auch gleich die erste freudige Überraschung, eine neue Trainingsjacke und weitere Kleinigkeiten wurden unserem Coach (U. Wiegard) für uns überreicht. Doch dies war nicht die erste freudige Überraschung an diesem Tag. Unser Hotel lag nämlich überraschend zentral, war außerordentlich gepflegt und schön eingerichtet! Doch wer will schon in Berlin im Hotel sitzen? Natürlich nutzten wir den freien Tag für unsere erste Besichtigungstour und schlenderten zum Brandenburger Tor, was nur zu gut in den Plan passte, da wir am Abend in die Hessische Landesvertretung zu einer Begrüßung eingeladen wurden, wie jede andere hessische Mannschaft. Dort hörten wir Politiker, die sich zu diesem Sportevent äußerten und uns viel Glück wünschten und es gab Showeinlagen, im Turnen unserer kleineren Sportfreunde aus Hessen.

Mittwoch: Die Vorrundenspiele

Um 8:00 Uhr am Mittwoch ertönte in der nahegelegenen Halle der Anpfiff gegen Bremen zum ersten Spiel. Alle Spielerinnen waren hoch konzentriert, doch leider war uns der Gegner überlegen. Vielleicht waren sie auch einfach nur die glücklichere Mannschaft. Beim zweiten Spiel wendete sich das Blatt und wir gewannen 2:0 gegen Hamburg. Das dritte und letzte Spiel dieses Tages sollte von der Leistung her unser bestes werden, jede von uns wuchs ein bisschen über sich hinaus, kämpfte bis zum Schluss, doch leider verloren wir im Tie-Break 13:15. Niedersachsen ist eine sehr starke und auch eine einheitsbildende Mannschaft, letztendlich wurden sie Dritte. 

Diese 7 Stunden in der Halle sollten es für den Tag erstmal mit Volleyball gewesen sein, später, nachdem wir uns frisch gemacht hatten, fuhren wir zur Max-Schmeling-Halle um dort das Playoff- Spiel SCC Berlin gegen Friedrichshafen zu verfolgen - Weltklasse-Volleyball. Das Niveau war überragend und die Spannung kaum auszuhalten. Der SCC Berlin verlor nur knapp die Führung im 5. Satz und verlor damit das Spiel.

Donnerstag: Der Kampf um die Plätze

Der Donnerstag sollte der spannendste und auch längste Tag in der Halle werden. Pünktlich um 8:00 Uhr hatten wir uns gegen das Volleyball-Internat aus Münster zu behaupten. Diese spielten sehr stark und einheitlich, doch wir hielten gut dagegen, bis es wieder im Tie-Break zu der knappen Niederlage kam. Bis dorthin hatte sich noch nichts entschieden, doch ab dem Zeitpunkt, spielten wir um Rang 9-16. 

Nach 3 ½ Stunden Pause traten wir dem nächsten Bundesland gegenüber, nun hieß es um Plätze 9-12 oder 13-16, das wollte sich natürlich keine von uns mehr nehmen lassen, wenn schon nicht im Viertelfinale, dann aber noch einstellig. Diese Motivation hatte sich gelohnt, wir gewannen gegen Thüringen 2:1 und qualifizierten uns so durch das Punktergebniss für den Platz 9 oder 10. Der einstellige Rang war nun zum Greifen nahe und wieder sahen wir ein Ziel. Das letzte Spiel für uns gegen die Sachsener Mädels verlief weniger spannend als gedacht, vielleicht lag es daran, dass es inzwischen fast 20:00 Uhr war jeder schon an seinen Reserven kratzen musste, nichtsdestotrotz konnte man trotzdem noch von einem guten Niveau sprechen. Nach dem Spiel waren wir überglücklich wirklich den 9. Platz errungen zuhaben. Keines der Spiele war leicht, wir spielten ausschließlich gegen gute, wenn nicht sogar sehr gute Gegner. Auch wenn wir nicht gewonnen haben, sind wir jetzt um einige Erfahrungen reicher und wissen was unser Ziel für die nächsten Jahre darstellt. Einfach weiter Spaß am Volleyball zu haben und mit ein bisschen Glück noch einmal nach Berlin zum Bundesfinale zu kommen!

Freitag: Die verdienten Ehrungen

Auch wenn wir nicht im Finale am Freitag waren, sollte dieser kein schlechter werden. Nach einem entspanntem Frühstück zogen wir noch einmal los um die Stadt zu erkunden, diesmal aber von einem Schiff aus, das uns einmal rauf, einmal runter die Spree entlang fuhr. Allzu lange Zeit hatten wir nicht, nach einem kurzen Besuch am Alexanderplatz mussten wir wieder zur Max-Schmeling-Halle, um dort diesmal selbst im Mittelpunkt zu stehen. Alle Jugend trainiert für Olympia- Teilnehmer waren zur Siegerehrung aller Sportarten eingeladen. Turnen, Badminton, Basketball, Handball und Volleyball wurden jeweils geehrt. Und um es nochmal kurz zu erwähnen, Hessen war gar nicht so selten auf dem Treppchen. Doch die Siegerehrung stand kaum so im Mittelpunkt wie die Showeinlagen, die uns dort präsentiert wurden. Die Akrobatischen Künstler des Cirque de Soleil boten uns eine unglaubliche Darbietung, ebenso wie der Sänger des Musicals Queen.

Samstag: Zurück nach Hause

Schon war es Samstag, wo war die Zeit bloß hin? Unser Zug fuhr in der Mittagszeit schon wieder Richtung Heimat und brachte uns noch nach einem Eis, Dunkin‘ Donuts und restlichen Souvenirs nach Hause.

Anna Schade