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Rundgang durch unsere Pfarrkirche


Seit mehr als 50 Jahren - die Marien-Grotte Rückers


Der Rückerser Bildstockpfad


Informationen rund um das Pfarrheim


Die nächsten Termine

vgl. aktueller Pfarrbrief

Ankündigungen und Berichte 2020


Das Pfarrbüro in Rückers ist ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Zu den bekannten Bürozeiten ist es aber weiterhin per Mail mariae-himmelfahrt-rueckers@pfarrei.bistum-fulda.de oder per Telefon 06655/2554  erreichbar. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Ab sofort finden wieder Gottesdienste unter Auflagen statt vgl. Pfarrbrief. 





Pfarrgemeinderat Rückers 

Fronleichnam 

Das Hochfest Fronleichnam feiern wir mit einem Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche. Eine Andacht mit eucharistischem Segen findet im Anschluß bei einem Altar auf dem Marienplatz statt. Musikalisch wird die Andacht mit einer Gruppe von Bläsern begleitet (im Freien mit genügend Abstand ist dies möglich). Bitte nicht im Einmündungsbereich Kirchgasse/Schulstrasse parken, da diese Flächen für die anwesenden Gläubigen benötigt werden. 


Namensvorschlag für die neue Pfarrei 

Vielen Dank für die Vorschläge eines Namens für die neue Pfarrei; Abgabe sowohl in dem ausgelegten Buch als auch per Mail an das Pfarrbüro in Flieden. In den nächsten Wochen werden die Vorschläge von den Gremien zusammengetragen. Wie dann der Prozess weiter geht, wird noch mitgeteilt. Die Corona-Pandemie hemmt auch hier die Arbeit. 


Corona-Pandemie 

Die kirchlichen Gremien bedanken sich ganz herzlich bei den Kirchenbesuchern für deren Einsicht, den Anweisungen der Ordner Folge zu leisten. Auch die überwiegend positiven Rückmeldungen bzgl. Abstands- und Hygieneregelungen haben wir wahrgenommen. Sicherlich ist auch das Nicht-Singen für den Gottesdienstbesuch einschneidend; aber auch so ist die Übertragung des Virus minimiert. 


Pfarrfest im September 

Da die Situation sich im September mit Sicherheit noch nicht verbessert hat und die Beschränkung der 100 – Personen-Grenze bei öffentlichen Veranstaltungen weiterhin Gültigkeit hat, hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, das Pfarrfest nicht durchzuführen.  


Pfarrgemeinderat Rückers 

Keine Bittprozession In diesem Jahr werden die Bittprozessionen durch Bittandachten in der Kirche ersetzt. Wir laden daher zu den Andachten, jeweils um 19.00 Uhr, am 18. und 19. Mai ein. Maiandacht Am Mittwoch, d. 20.5., laden wir zu einer Maiandacht um 19.00 Uhr an der Mariengrotte ein. Es ist zu beachten, dass aufgrund der geltenden Abstandsregelung die Sitzbänke nur sehr eingeschränkt benutzt werden können. Außerdem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erforderlich. Christi Himmelfahrt Die traditionelle Prozession an Christi Himmelfahrt kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Es steht noch nicht fest, wie das Hochfest gefeiert werden kann. 


Öffentliche Gottesdienste unter Auflagen

Liebe Schwestern und Brüder! 

Wir dürfen wieder öffentlich Gottesdienst feiern! Die öffentlichen Gottesdienste unterliegen allerdings einigen Auflagen, die wir auch einhalten wollen, um die gewonnene kleine Freiheit nicht zu verspielen: Es gibt für jede Kirche eine Obergrenze der Teilnehmerzahl, denn wir sollen den Abstand von 1,5 Metern einhalten. Deswegen sind auch einige Bänke gesperrt und die möglichen Sitzplätze mit Karten, auf denen auch die Verhaltensregeln beschrieben sind, gekennzeichnet. Das Land Hessen gibt eine Höchstteilnehmerzahl von 100 Gläubigen, eingeschlossen der Zelebrant, die beiden Messdiener und die sonst im Altarraum tätigen. Die Verantwortlichen vor Ort haben folgende Teilnehmerzahlen errechnet: Flieden 90, Rückers 55, Magdlos 45, Schweben und Döngesmühle 35 und Buchenrod 20. Ordner werden am Eingang zählen. Wenn die maximale Teilnehmerzahl erreicht ist, seien Sie nicht böse, wenn Sie nicht mehr in die Kirche hineinkommen. Wir dürfen nicht riskieren, mit einem erneuten Gottesdienstverbot belegt zu werden. Wenn alle Verständnis aufbringen, werden wir auch diese Zeit überstehen! Auch sollen Leute mit Erkältungen den Gottesdienst nicht besuchen. Bitte bleiben Sie dann zu Hause. Es wird auch weiterhin sonntags einen Live-Gottesdienst aus einer unserer Kirchen geben. Ebenso werden die Angebote des Bistums aus der Michaelskirche und der Stadtpfarrkirche aufrechterhalten. Einen herzlichen Gruß und bleiben Sie behütet! 

Ihr Pfarrer Thomas Maleja 


Öffnung der Gottesdienste im Kontext der Corona-Krise

Fulda, 29. April 2020

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Fulda! 


In diesen Wochen zeigt sich sehr deutlich: Die Coronakrise wird uns noch über sehr lange Zeit begleiten. Für viele Menschen ist dies eine existenzielle Herausforderung. Mit ihren Vorerkrankungen oder aufgrund ihres Alters gehören sie zur sogenannten Risikogruppe. Andere fürchten um ihren Arbeitsplatz, sind in Kurzarbeit oder haben die Arbeit bereits verloren. Viele sind durch Homeoffice, ausfallende Kinderbetreuung oder zunehmende Spannungen im familiären Bereich herausgefordert. Wieder andere sind als Unternehmer extrem unter Druck. Besonders gefährdet sind Menschen ohne festen Wohnsitz und Menschen auf der Flucht. Mit großer Sorge schauen wir auf die Länder mit hoher Armutsrate und großen Lücken in der Gesundheitsversorgung. Auch für sie tragen wir als Kirche Mitverantwortung, was sich vor allem im Engagement unserer Hilfswerke zeigt. „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“ Was das Zweite Vatikanische Konzil als den Anfang seiner Pastoralkonstitution formuliert, will die Grundmelodie jeder christlichen Existenz sein. Insofern ist das, was wir in diesen Wochen erleben, bei aller Dramatik auch eine Einladung, neu in eine Schule des Hörens, des Sehens und des Fühlens zu gehen. 


Angesichts aller Grenzen, die wir derzeit erfahren, bin ich zusammen mit vielen Menschen sehr dankbar für die Kreativität und das Engagement, das sich in diesem Frühjahr zeigt: Nachbarschaftliche Hilfe, Gabenzäune, Briefe an Vereinsamte, Gebetszeiten in Häusern, Beziehungspflege via Internet, neue Formate der Verkündigung und des Gebetes und vieles mehr. Was hier erfahrbar wird von Mensch zu Mensch, das zeigt sich als ein Reichtum, der auch weit über die Krise hinaus Relevanz hat. Diese Schätze gilt es zu würdigen und miteinander zu überlegen, wie sie dauerhaft unsere Gesellschaft und unsere Kirche bereichern können. Ich trete sehr dafür ein, diese neu entdeckten Formen der Pastoral auch weiterhin zu pflegen, wenn sich gezeigt hat, dass sie Menschen „trotz allem“ intensiv mit dem Gott des Lebens in Kontakt gebracht haben. 


Nun stehen wir vor der Situation, in einigen Tagen wieder in eingeschränktem Maße öffentlich zugängliche Gottesdienste zu ermöglichen. Das bislang bestehende Verbot hat bei Gläubigen sowohl Verständnis als auch Kritik ausgelöst. Ich bin sehr dankbar, dass es  nun – bei allen Fragen, die bleiben – gelungen ist, zusammen mit der hessischen und der thüringischen Landesregierung einen Weg der vorsichtigen Öffnung zu finden. Die Gespräche in den vergangenen Tagen auf Regierungsebene waren von wechselseitigem Verständnis und Vertrauen sowie von Umsicht und großer Sensibilität für die Belange des kirchlichen Lebens geprägt. Die Verantwortung für alle Beteiligten ist sehr hoch. Sowohl die allgemeinen Regelungen als auch das Verhalten der Einzelnen haben Auswirkungen auf das Wohl Dritter und das Gemeinwohl. Weiterhin besonders betroffen sind all jene, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören.


Viele von uns haben erlebt, was es bedeutet, über Wochen und insbesondere über das Osterfest hinweg keine Gottesdienste besuchen zu können. Der Schmerz kann auch verstanden werden als Hinweis darauf, wie wertvoll das ist, was uns jetzt fehlt. Andere haben die Sorge: Wie wird das jetzt, wenn einige von uns in die Kirche zum Gottesdienst können und andere nicht? Was löst das bei denen aus, für die ein Gottesdienstbesuch gesundheitlich zu riskant ist oder die wegen der begrenzten Zahl der Mitfeiernden keinen Zutritt haben? Wir ahnen die Spannungen, die mit einer eingeschränkten Öffnung verbunden sein können. Wir haben – wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch – die Sorge, dass die Solidarität, die wir in den letzten Wochen erfahren haben, jetzt wieder auseinanderbrechen könnte. Denn Krisen können Solidarität fördern, genauso aber auch Zentrifugalkräfte verstärken. Beides erleben wir aktuell gleichzeitig.


Hier sind wir als Kirche in besonderer Weise gefordert. So betont das Zweite Vatikanische Konzil: „Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ Auch wo uns der unmittelbare Zugang zu den Sakramenten fehlt, sind wir berufen, die Kirche als Sakrament der Gegenwart Gottes in dieser Welt zu leben. Nicht zuletzt bezeugen wir die Gegenwart da, wo wir in einer Haltung der Solidarität mit den aktuellen Herausforderungen umgehen.


Wir stehen mitten in der Osterzeit. Die Evangelien erzählen von der Begegnung mit dem Auferstandenen beim Brotbrechen und Mahlhalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass uns der Herr in unserer jetzigen Situation, die uns alle stark herausfordert, auf ungewohnte, radikal neue Weise sein Mahl bereiten möchte. An jenem nachösterlichen Morgen, als der Auferstandene am See erschienen ist, ist ER zunächst aufmerksam für die leeren Netze der Fischer und lädt sie wenig später ein, ihre Fische mit zum Mahl zu bringen (vgl. Joh 21,5-10). Ich glaube, dass das, was wir in diesen Wochen an Mangel und an Reichtum erfahren, unverzichtbar ist an seinem Tisch und für das Leben der Kirche. Feiern wir so in einer erneuerten Haltung Eucharistie – ob in der Kirche oder in der Mitfeier via Livestream von zuhause aus. Fragen wir uns an beiden Orten:


• Wessen konkrete Not berührt mich im Herzen und welche Folgen hat das für mich?

• Für welche Gaben, für welche Initiativen in diesen Tagen will ich dem Herrn danken?

• Mit wem teile ich ganz konkret Zeit, Aufmerksamkeit, materielle Hilfe, Gebet?

• Gibt es jemanden, dem ich möglicherweise den Vortritt lassen sollte bei der Feier der Eucharistie – angesichts begrenzter Platzkontingente?

• Wie zeige ich meine Solidarität mit jenen, die nicht zur Kirche kommen können?

• Wie konkretisiert sich meine Gottesdienstgemeinschaft, ohne gemeinsam in der Bank sitzen zu können?


Ich hoffe und bete dafür, dass uns als Kirche ein Weg der Solidarität gelingt zwischen jenen, die in den Kirchen feiern, und jenen, die von zuhause aus mitfeiern. Seien wir solidarisch gerade auch mit jenen, denen unsere Glaubensfragen fremd sind und die möglicherweise mit sehr existenziellen Herausforderungen zu ringen haben.


Ich danke allen, den Priestern, Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass die Feier der Eucharistie und dass die Vielfalt gottesdienstlicher Feiern in diesen Wochen möglich ist – und dass unser gottesdienstliches Leben mit der Sorgen um unseren Nächsten verbunden bleibt.


Ich bitte all jene, die jetzt in unsere Kirchen kommen, sowie diejenigen, die es noch nicht können, um ein weites Herz, um Nachsicht, Verständnis und Geduld angesichts der Herausforderungen. Ganz besonders aber schließen wir jene ins Gebet ein, die Gründe haben, auch weiterhin nicht in unsere Kirchen zu kommen und die darunter leiden.


„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi“, so sagt es der Heilige Augustinus. Wir dürfen hoffen, dass der Herr selbst uns in diesen Wochen und Monaten als Kirche formt zu dem, was wir ersehnen. Ein Gedicht eines jungen Salesianers in Sannerz hat mich in diesen Tagen sehr berührt.


Eucharistie

das ist das Wesen

des Christseins

das heißt eintauchen

in das

Geheimnis

der Liebe, die Mensch wird

zusammen

mit Christus

Brot

werden

für die Welt

für die Hungrigsten und Schwächsten


(Josua Schwab SDB)


So grüße ich Sie, im Gebet verbunden,


Ihr


Dr. Michael Gerber

Bischof von Fulda



oder per Mail an mariae-himmelfahrt-rueckers@pfarrei.bistum-fulda.de

Machen Sie bitte Vorschläge für den Namen der neuen Pfarrei

 


Ostermesse am Ostersonntag


 

 

Heilige Messen vom 03.04.2020 und 04.04.2020


Botschaft Pfarrer Maleja


INFOS DER PFARREIEN

Glockenläuten 

Morgens, mittags und abends läuten in unseren Kirchen die Glocken. Sie laden uns ein zum Gebet des Angelus (lat. Engel des Herrn). In der Osterzeit tritt anstelle des Angelus das Regina caeli (lat. Freu dich, du Himmelskönigin). Die Gebete finden sich im Gotteslob unter den Nummern 3,6 auf der Seite 36 und 3,7 auf der Seite 37. Gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise tut es gut, sich mit vielen anderen im Gebet zu verbinden. Samstags läutet es um 15:00 Uhr, um den Sonntag einzuläuten. 


Momentan halten wir keine öffentlichen Gottesdienste, aber jeder von uns Priestern feiert an jedem Tag die Heilige Messe in allen ihren Anliegen. Dazu läuten jetzt in allen sechs Kirchen sonntags um 10:00 Uhr die Glocken. Wochentags läuten die Glocken um 19:30 Uhr um alle einzuladen, in dieser Zeit zu Hause mitzubeten und daran zu denken, dass jetzt ein Priester in einer der Kirchen die Messe feiert. An jedem Sonntag und Wochentag können Sie die Gottesdienste aus der Michaelskirche und der Stadtpfarrkirche in Fulda über YouTube schauen. Ebenso gibt es dort Abendimpulse und Kindergottesdienste. Auf unserer Homepage www.katholische-kirche-rueckers.de finden Sie die direkte Verlinkung bzw. auch Gottesdienste im Fernsehen, z. B. auf KTV, Bibel-TV, EWTN. 


Feier der Kar- und Ostertage 

Die diesjährige Karwoche wird besonders traurig ausfallen. An Ostern wird die Freude über die Auferstehung Jesu Christi auch dadurch getrübt, dass wir nur aus der Ferne an den wichtigsten Messen des Jahres teilnehmen können. Um aber trotzdem die besonderen Tage mit den eigenen äußeren Zeichen zu begehen, gibt es folgende Möglichkeiten: 


Palmsonntag, 5. April 2020 

Die traditionellen Palmsträuße zur Erinnerung an Jesu Einzug in Jerusalem, werden in allen Kirchen geweiht. Jeder hat die Möglichkeit, am Samstag sein eigenes Sträußchen auf die Altarstufen in der Kirche zu legen (versehen mit dem Namen). Diese und andere, bereits vorbereitete Sträußchen werden geweiht und können am Palmsonntag ab 12.00 Uhr wieder in den Kirchen abgeholt werden. 


Gründonnerstag, 9. April 2020 

Der Tag, an dem Jesus mit den Jüngern das Letzte Abendmahl feierte und uns die Eucharistie schenkte. In allen Kirchen besteht am Gründonnerstag die Möglichkeit zur Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. In Rückers von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr. 


Karfreitag, 10. April 2020 

In allen Kirchen sind Kreuze zur Verehrung aufgerichtet, zum Gedenken an Jesu Leiden und Sterben, in der Zeit von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr. 


Am Karfreitag und Karsamstag wird in allen Ortsteilen geklappert – siehe Infos weiter unten 


Karsamstag, 11. April 2020 

Grabesruhe Jesu Einladung, das Heilige Grab am Kreuzaltar in Flieden zu besuchen. 


Ostern, 12. April 2020 

Wir feiern Jesu, den Todesüberwinder, der uns wieder neue Hoffnung, Licht und Leben bringt. Ab 12.00 Uhr kann als Zeichen dieser Hoffnung das Licht der Osterkerze in allen Kirchen geholt werden. Osterkerzchen stehen dazu in den Kirchen bereit. Auch das lebenspendende Wasser, das in der Osternacht geweiht wurde, steht bereit und kann in eigene Flaschen abgefüllt werden. 


Osterkrippe der Kinder 

Leider finden die Kindergottesdienste in Flieden nicht statt, aber die Osterkrippe wird trotzdem in der Pfarrkirche Flieden vor dem Josefsaltar aufgebaut. Die Kinder können ihr eigenes Osterpanorama für zu Hause gestalten. Die Bastelbögen liegen ab Palmsonntag dort aus. 


Wichtig! Bitte bedenken Sie bei allen Besuchen in der Kirche, dass der vorgeschriebene Abstand untereinander eingehalten wird! 


Beichte in Corona-Zeiten 

Der Empfang des Bußsakramentes ist nach telefonischer Anmeldung bei unseren Priestern in Flieden und Rückers möglich. Dazu trifft sich der Priester im Garten des Pfarrhauses von Flieden oder Rückers mit der jeweiligen Person. Der Abstand wird gewahrt. Eine Berührung (z.B.: Handauflegung, Händeschütteln zur Begrüßung und Verabschiedung) erfolgt nicht. 


Wir wünschen Ihnen von Herzen, dass die restliche Fastenzeit, die Kar- und Ostertage zu einer ganz besonderen Zeit wird. Eine Zeit, in der unsere Beziehung zum Herrn gestärkt wird, die uns Kraft, Mut und Hoffnung für alles Bevorstehende gibt. Möge Ihnen Christus, der Auferstandene, an diesem Osterfest besonders nahe sein. 


Kollekten

Misereor-Kollekte am 29. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder!  

Sicherlich haben Sie schon bemerkt, dass ich mit den Aufrufen zu Spenden und Kollekten in all den Jahren sehr zurückhaltend aufgetreten bin. In diesem Jahr haben wir die besondere Situation, dass die Gottesdienste zu den Festtagen nicht öffentlich stattfinden. Daher kann auch nicht kollektiert werden. Viele Hilfsorganisationen sind allerdings auf unsere Hilfe angewiesen. So möchte ich Ihnen die beiden großen Kollekten in diesen Tagen ans Herz legen: Bitte spenden Sie unter Angabe des Verwendungszwecks ‚Misereor‘ auf das entsprechende Pfarreikonto: Rückers: IBAN DE 69 5306 2035 0002 5051 93. 

Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. 


Spendenaufruf für das Heilige Land 

Am Palmsonntag wäre die Kollekte für Christen im Heiligen Land bestimmt. Trotz des Entfalls der Messen bitten wir Sie um Ihre Spende. Die katholischen deutschen Bischöfe rufen zur Kollekte für das Heilige Land auf. Ohne die dortigen Gemeinden habe „das Christentum im Heiligen Land nur noch musealen Charakter“, so die Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung. Die Kollekte kommt dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande und dem Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zugute. Unterstützt werden pastorale Projekte, sozialcaritative Vorhaben und Bildungsprogramme. Spenden Sie bitte unter Angabe des Verwendungszwecks ‚Heiliges Land‘ auf das Pfarreikonto bei der Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG: Rückers: IBAN DE 69 5306 2035 0002 5051 93 Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. 


Klappern in der Corona-Krise 

Jedes Jahr schweigen nach der Gründonnerstags-Abendmahlsmesse die Glocken in unseren Kirchen. Um die Gläubigen dennoch zum Gebet zu rufen, gibt es die schöne Tradition des Klapperns, die unsere Messdiener in den vergangenen Jahren mit Bravour aufrechterhalten haben. Wie soll es in diesem Jahr funktionieren, wenn wir ein Versammlungsverbot haben? Die Messdiener gehen zu der festgelegten Zeit vor die eigene Haustüre und klappern und rufen alle zum Gebet auf: „Wir rufen zum englischen Gruße. Ave Maria“. 


Nun bekamen die Klappermädchen und –jungen immer eine Gabe von den Gläubigen für ihren Dienst. Wegen des Infektionsschutzes ist ein Sammeln nicht möglich. Wenn Sie diesen Dienst auch in diesem Jahr honorieren möchten, werfen Sie bitte einen Briefumschlag mit einer Spende mit dem Hinweis „Klappern“ und dem Ort in den Briefkasten der Pfarrhäuser oder überweisen Sie bitte mit dem gleichen Hinweis einen Betrag auf das jeweilige Konto unserer Pfarrei bei der Raiffeisenbank im Fuldaer Land. Rückers: IBAN: DE69 5306 2035 0002 5051 93 


Coronavirus: Einkaufs-Service in der Gemeinde Flieden 

Für alle Personen, die sich aufgrund der aktuellen Situation in Quarantäne befinden, mobilitäts-eingeschränkt sind oder zur Risiko-Gruppe gehören und keine Möglichkeit haben, sich mit Medikamenten und/oder Lebensmitteln zu versorgen, bietet die Pfarrei St. Goar Flieden ab sofort einen kostenfreien Lieferservice an. Um sich zu informieren bzw. um dieses Angebot zu nutzen melden Sie sich bitte telefonisch im Pfarramt Flieden unter 06655/1510. 


Ihr Pfarrer Thomas Maleja 

Überschrift



Heilige Messe vom 28.03.2020


Gebetsaufruf des Papstes

Zu besonderen Gebetszeiten hat Papst Franziskus am vergangen Sonntag im Rahmen des Angelus-Gebets aufgerufen. Er selbst bezeichnete es als ein „Sturmgebet gegen Corona“. Unserem Bischof Dr. Michael Gerber ist es ein Anliegen, dass wir uns diesem Aufruf in unserem Bistum anschließen. Der Gebetsaufruf von Papst Franziskus sieht folgendermaßen aus:

 

Am 25.03. sollen Christen um 12:00 Uhr einen Moment innehalten und ein Vater unser beten. Gerade am Hochfest der Verkündigung des Herrn sollte in diesem Sinn vielleicht auch der Angelus gebetet werden.

 

Am 27.03. um 18:00 Uhr betet Papst Franziskus auf dem menschenleeren Petersplatz in Rom den Rosenkranz, dem sich der Segen „Urbi et Orbi“ anschließt an, der normalerweise nur an Weihnachten und Ostern und nach einer Papstwahl erteilt wird. Dieses Gebet des Papstes wird auf unterschiedlichen Wegen als Livestream angeboten.


 

Bischofswort

Bischofswort von Bischof Dr. Michael Gerber

an die Christgläubigen angesichts der Corona-Epidemie



Pfarrgemeinde Rückers

Liebe Schwestern und Brüder, 


die Hauptamtlichen aller Pfarrgemeinden von Flieden, Kalbach und Neuhof haben sich beraten und verschiedene Maßnahme überlegt. Im kommenden Wochenblatt wird dazu näheres bekanntgegeben. 

Aber bereits ab kommendem Sonntag werden um 10.00 Uhr und an den folgenden Werktagen um 19.30 Uhr die Glocken in allen Kirchen läuten. Wir Priester feiern zu diesem Zeitpunkt die Heilige Messe unter Ausschluss der Öffentlichkeit, abwechselnd in allen Kirchen des Gemeindegebietes.

Alle sind eingeladen die Heilige Messe gedanklich mitzufeiern und die geistige Kommunion zu empfangen (siehe Einladung zur geistigen Kommunion). In diesen Messen werden die jeweiligen Messintentionen mit hineingenommen. 

Wir feiern die Eucharistie für Sie alle stellvertretend und alle Anliegen, die Sie im Herzen vor den Herrn bringen, sind mit ins Gebet genommen. 

Wünscht jemand außerdem seelsorgliche Unterstützung, Gespräche usw. stehen wir selbstverständlich nach telefonischer Terminvereinbarung zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen für diese besondere Fastenzeit. 


Im Gebet verbunden, Ihr Pfarrer Thomas Maleja


 


Pfarrgemeinde Rückers

Liebe Schwestern und Brüder,


die Ereignisse rund um die Ausbreitung des Coronavirus beschäftigen die Gesellschaft bereits seit mehreren Wochen. Die Verantwortlichen in Politik und Kirche sind um umsichtiges Handeln bemüht. Unser Bischof Dr. Michael Gerber hat zusammen mit der Bistumsleitung Entscheidungen getroffen und Anweisungen gegeben, deren Auswirkungen wir auch in unserer Pfarrei spüren und umsetzen.


Alle öffentlichen Eucharistiefeiern und liturgischen Angebote sind mindestens bis zum 26. April abgesagt.


Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich Beerdigungen. Diese können nach wie vor stattfinden, allerdings beginnend nur direkt am Grab und im engsten Familienkreis. Wird ein Requiem gewünscht, so kann dies erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Aufgrund der eingetretenen Lage dispensiert Bischof Dr. Gerber von der Pflicht zur Teilnahme an der sonntäglichen bzw. feiertäglichen Eucharistiefeier und verweist auf die Möglichkeiten zur Mitfeier von Gottesdiensten über Radio, Fernsehen und Internet. In den kommenden Tagen werden zudem auch Anregungen für häusliche Feiern erstellt und verbreitet. Bitte beachten Sie hierzu die Homepage des Bistums (www.bistum-fulda.de). Priester dürfen privat die Eucharistie weiter feiern und nehmen dabei insbesondere die Anliegen der jeweiligen Gemeinden mit ins Gebet. Bestellte Messintentionen werden von Pfarrer Maleja, Pfarrer Zielinski und Kaplan Thomann in diesen Messfeiern eingeschlossen. Unsere Kirchen werden in dieser besonderen Zeit zum persönlichen Gebet geöffnet sein. Ich bitte Sie um das Gebet insbesondere für die kranken und alten Menschen und jene, die zur Zeit Angst und Sorge haben. Bitte beten sie auch für die Ärzteschaft, das Pflegepersonal, für die Teams in den Rettungswagen und die Beschäftigten in den Arztpraxen, Kliniken, Altenheimen, Kindergärten, Schulen und Universitäten, die Abiturienten und Studenten und nicht zuletzt auch für unsere Pfarreien. In seelsorglichen Angelegenheiten steht Ihnen das Pfarrteam selbstverständlich zur Verfügung!


Gott segne und behüte Sie alle und helfe uns durch diese besondere Zeit.


Hirtenwort zum 1. Fastensonntag 2020 - Bischof Dr. Michael Gerber, Fulda

Liebe Schwestern und Brüder!


Knapp ein Jahr nach meiner Amtseinführung wende ich mich erneut mit einem Hirtenwort an Sie. Dankbar schaue ich auf sehr viele Begegnungen in den vergangenen 11 Monaten im Bistum zurück. Immer wieder versichern mir Menschen, dass sie die Anliegen des Bistums und des Bischofs im Gebet mittragen. In den letzten Monaten bin ich oft von Besuchen vor Ort nach Hause gekommen und habe beim Abendgebet feststellen dürfen: Was haben wir für unterschiedliche Menschen, die mit ihrem inneren Feuer das Gesicht unserer Kirche hier im Bistum Fulda prägen! Zugleich begegne ich Menschen, die auf unterschiedliche Weise an Grenzen gekommen sind. Es bleibt die Herausforderung, auch diesen Grenzen gerecht zu werden. 


Gerade die ersten Wochen zu Beginn des Jahres 2020 haben uns gezeigt, in welchen Herausforderungen wir stehen: Da sind die politischen Spannungen, ob auf globaler Ebene oder in unserem Land. Was wir in Hanau und Volkmarsen erleben mussten, erschüttert uns zutiefst. Da bricht in China ein neuartiger Virus aus. In der Kirche erleben wir die Herausforderungen, für die der Synodale Weg der Katholischen Kirche in Deutschland steht. Bezogen auf unseren Bistumsprozess zeichnen sich Entscheidungen ab. In diesen Wochen kommt mir immer wieder das Bild vom Sturm auf dem See Genesareth in den Sinn. Gemäß dem Lukasevangelium sind die Jünger mit Jesus im Boot unterwegs, als sie von einem heftigen Sturm überrascht werden.


Vielleicht geht es Ihnen ähnlich und wir entdecken uns selbst in dem, was von den Jüngern geschrieben wird: Wir rudern unentwegt, wir scheinen aber den großen Kurs des Schiffes damit kaum zu beeinflussen. Wir schöpfen das Wasser aus dem Boot und wir entdecken dabei immer mehr Löcher. 


Ist der Herr selbst noch im Boot? Wo lässt er sich finden? Das sind nicht nur die Fragen der Jünger damals. Manchen kommt – bildlich ausgedrückt – der Gedanke: Unser Boot, mit dem wir als Kirche unterwegs sind, hat Jesus selbst gebaut. Aber im Laufe der Zeit wurde das Boot sehr ramponiert, sei es durch das Fehlverhalten der Steuerleute, sei es durch Stürme von außen. So sei der ursprüngliche Plan Jesu kaum mehr im jetzigen Zustand des Bootes zu erkennen. Andere haben den Eindruck: Unser Boot hat inzwischen einen Kurs eingeschlagen – oder es steht kurz davor– auf dem der Herr so nicht dabei sein kann. Folglich müssen wir erst wieder auf die richtige Route zurückfinden beziehungsweise stramm auf Kurs bleiben. 


Wo ist Jesus? Dem Lukasevangelium nach finden die Jünger den Herrn in ihrem Boot (vgl. Lk 8, 22-25). Trotz des aufziehenden Sturms hat er die Ruhe weg. Mehr noch, er nutzt die Gelegenheit sogar, um zu schlafen. Das deute ich als Hinweis: Jesus vertraut den Jüngern im Boot. Später wird er nicht nur den Schlaf im Boot, sondern die Verkündigung seiner Frohen Botschaft den Frauen und Männern anvertrauen, die ihm gefolgt sind. Trotz aller Stürme, trotz aller Enttäuschungen gerade im Kreis seiner Jünger – Jesus vertraut. In seinem Vertrauen zeigt sich das Vertrauen Gottes in sein Volk, wie es bereits Israel erfahren hat. 


Jesus vertraut Menschen seine Sendung an, obwohl er erfährt und erleidet, was dabei alles schiefgehen kann. Was bedeutet das für mich in puncto Vertrauen? Im Hören auf die unterschiedlichen Stellungnahmen bei der ersten Vollversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt hat mich dieser Gedanke eingeholt: Kommt in dem, was ich da gerade von einem Menschen höre, auch ein Grundvertrauen zum Ausdruck? Höre ich ein Grundvertrauen heraus, dass der Herr jetzt in dieser Situation, in unserem Ringen bei uns ist? Und: Wie steht es um mein Grundvertrauen? Traue ich denjenigen, die ganz andere Positionen vertreten, zu, dass auch sie sich ehrlich abmühen im Boot des Herrn? Welches Bild habe ich von Gott und vom Menschen? Das sind in meinen Augen die Fragen, die hinter der Vertrauensfrage stehen. An ihr wird sich meines Erachtens wesentlich entscheiden, ob unser Weg als Bistum, als Kirche in Deutschland und als Weltkirche, ob auch unser ökumenischer Weg ein fruchtbarer Weg sein wird. 


Nun kann man Vertrauen nicht „machen“. Man kann es schon gar nicht verordnen, auch nicht mit dem Verweis auf entsprechende Bibeltexte. Hier spüre ich als Bischof zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine große Verantwortung: Wieviel Vertrauen schenke ich denen, die vor Ort Verantwortung tragen, und welche Haltung des Vertrauens wird so gefördert? Auf unterschiedliche Weise haben wir in unserem Leben Vertrauensbrüche erlebt. Diese haben ihre Wirkungen. Gibt es ein Grundvertrauen, aus dem heraus ich auch einen Vertrauensvorschuss geben kann? Oder ist bei mir das Misstrauen ein dominierendes Gefühl? Unsere Seele ist geprägt von sehr grundlegenden Erfahrungen. Manches liegt sehr weit in unserem Leben zurück. Es ist mit der Erinnerung kaum einholbar und prägt doch sehr entscheidend unsere Affekte und unsere Grundstimmung. Diese Affekte treten gerade in spannungsreichen Momenten offen oder auch verdeckt zu Tage. Das biblische Bild vom Sturm auf dem See ist ein gutes Bild für solche Momente. 


Den Christen in den ersten Gemeinden wird das nicht anders gegangen sein. Die Apostelgeschichte deutet solche Stürme an. Wie gehen die Frauen und Männer am Anfang der Kirche damit um? Ob sie nicht gerade in der Erzählung vom Sturm auf dem See ein Bild für ihre aktuelle Lage entdeckt haben? Dieses Bild mit dem Boot und Jesus ist bereits ein österliches Bild. Denn der Weg Jesu von Palmsonntag bis Ostern, er zeigt uns: Jesus steigt trotz aller Stürme und auch trotz der fortgesetzten Begrenztheit der Bootsleute nicht aus. Er bleibt bis zum bitteren Ende – auch bis dahin, wo wir Schiffbruch erleiden. Dadurch steht unsere Fahrt auf hoher See in einem völlig neuen Horizont: im Licht des Ostermorgens. 


Doch wie wird aus dieser Überzeugung des Osterglaubens auch ein prägendes Bild für unsere Seele? Bilder und Ereignisse, die wir regelmäßig in unserer Seele aufsteigen lassen, prägen uns. Das gilt sowohl für positive Bilder, die uns wachsen lassen als auch für Bilder, die eine zerstörerische Wirkung haben. Wo die ersten Christen angesichts der existenziellen Herausforderungen damit begonnen haben, regelmäßig Eucharistie und Ostern zu feiern, haben sie sich regelmäßig die Bilder von Golgotha und vom Ostermorgen vergegenwärtigt. Dieser Vorgang, Ausdruck des Osterglaubens, hat auf Dauer auch ihre Seele geprägt. Die Fastenzeit kann Anstoß für die Frage sein: Welche österlichen Bilder leben in meiner Seele? Wie können sie neu eine Kraft gewinnen, die mich trägt angesichts aller Stürme, die auf mich und auf uns warten? 


Mit diesem Hirtenwort schenke ich Ihnen gerne ein Bild. Auf der Außenseite des Gebetsbildes finden Sie die Ikone von Christus und Abt Menas. Das Bild zeigt nicht unmittelbar ein Ostermotiv. Doch erzählt es mir von einer wesentlichen Ostererfahrung, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte: 


Nach meinem Studium war ich trotz vieler wertvoller Erfahrungen noch unsicher, ob der Weg als Priester auch mein Weg ist. Ich ging nicht sofort den Weg zur Diakonenweihe. Gerade die Frage nach der Entscheidung für die ehelose Lebensform beschäftigte mich nachhaltig. Mir war vieles zugewachsen, was mir für ein Leben als Priester wertvoll erschien. Aber – es blieb die letzte Frage: Tragen diese Erfahrungen tatsächlich ein Leben lang als Priester? Oder kann da nicht doch sehr schnell der Absturz erfolgen? Mir wurde bewusst, die Argumente pro und contra lassen sich nur bis zu einem gewissen Punkt abwägen. Alles Vorausberechnen kommt an eine Grenze. Entscheidung bedeutet immer auch Scheidung: etwas loszulassen, um etwas anderes zu ergreifen. Manche von Ihnen werden ähnliches erlebt haben, als Sie sich entschieden haben, einander das Jawort im Sakrament der Ehe zu geben. 


In dieser Situation habe ich im Frühjahr 1996 Exerzitien bei den Franziskanerinnen in Hegne am Bodensee gemacht. Dieses Bild von Christus und Abt Menas spielte für mich in jenen Tagen eine wichtige Rolle. Mich beschäftigte die Frage: Glaube ich, dass Jesus in den kommenden Höhen und Tiefen bei mir sein wird, so wie das die Ikone ausdrückt? In jenen Tagen bin ich oft am Strand des Bodensees spazieren gegangen. Die Boote lagen bereit, mit denen die Fischer bis heute noch fast jede Nacht hinausfahren. Ich habe mich gefragt: Steige ich ein in SEIN Boot? Mein Gedanke war: Es bleibt ein Sprung für Herz und Verstand. Traue ich Jesus zu, dass er mit mir im Boot ist, auch dann, wenn es sehr stürmisch wird? Das war damals so und das ist auch heute so in vielen Entscheidungsprozessen – auch gerade jetzt im Bistum: Wir können die Zukunft nur bis zu einem bestimmten Grad durch unsere Planungen prägen. Letztlich bleibt immer ein Sprung des Vertrauens. 


24 Jahre später bin ich dankbar, damals jenen Sprung gewagt zu haben. Längst nicht alle Stürme, die seither kamen, konnte ich vorhersehen. Und ich habe auch keine Ahnung, welche Stürme noch kommen und wie meine Seele darauf reagieren wird. Aber die Ikone, die ich bis heute in meinem Gebetsraum habe, erzählt mir davon: Du darfst springen und du darfst die Erfahrung machen, dass er, Jesus, sich im Boot des Lebens zeigt. Das ist meine Grunderfahrung auch im Bistum Fulda nach 11 Monaten. Ich habe IHN, Jesus, immer wieder entdecken dürfen in ganz konkreten Begegnungen: in der Begeisterung von Kindern, im Suchen und Ringen junger Menschen, in der Kreativität und Ausdauer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gerade auch in Menschen, die krank an Leib und Seele sind. 


Entdecken wir in dieser Fastenzeit Jesus, der sich im Boot meines Lebens zeigt. Halten wir am Abend einen Moment inne: Gehen wir die Bilder des Tages noch einmal vor unserem inneren Auge durch. Achten wir auf die Bilder, Augenblicke und Worte, die mein Herz heute besonders berührt haben. Betrachten wir diese einen Moment lang. Geben wir diesen Bildern einen Ehrenplatz im Album unserer Seele, in-dem wir es immer wieder betrachten. Vielleicht fängt so ein Bild an zu sprechen und erzählt mir von Jesus. Vielleicht hat Jesus durch dieses Bild eine Botschaft für mich. Vielleicht wird es mein persönliches Osterbild, mit der Botschaft des Auferstandenen: „Fürchte dich nicht, hab Vertrauen, ich bin bei Dir.“ 


Es segne Sie auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, des Heiligen Bischofs Bonifatius und der Heiligen Elisabeth von Thüringen der gute und der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. 


Fulda, am 14. Februar 2020, am Fest der Heiligen Cyrill und Methodius, der Patrone Europas


Dr. Michael Gerber

Bischof von Fulda


Pfarrgemeinderat/Verwaltungsrat Rückers

Eine neue Pfarrgemeinde 

Wir sind mitten im Prozess zur Bildung einer neuen Pfarrgemeinde. Pastoral arbeiten die jetzigen Pfarrgemeinden St. Goar, Flieden, St. Joseph, Magdlos und Mariä Himmelfahrt, Rückers, schon seit Jahren eng zusammen. Nun kommt ein nächster Schritt, ausgehend von den Leitlinien der Diözese Fulda und der Tatsache immer weniger Kirchenbesucher und weniger Priester, dass die bisherigen 3 Pfarreien zu einer neuen Pfarrei zusammengelegt werden. Dies soll zum 1.1.2021 erfolgen. Nunmehr hat sich eine „Steuerungsgruppe“ gebildet (PGR-Sprecher, stv. Vorsitzender VR sowie die Priester und Gemeindereferentin), unterstützt von Mitarbeitern des Generalvikariat sowie dem Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese. Dieses Gremium ist verantwortlich für die vielfältigen Aufgaben (pastoral wie auch kirchenrechtlich) die die Bildung einer neuen Pfarrei mit sich bringt. Das Gremium entscheidet natürlich nicht für sich allein, sondern ist auf die Stimmung, Sorgen und Ideen aller Pfarreimitgliedern aus Flieden, Magdlos und Rückers angewiesen. Daher sind in den Kirchen Hefte ausgelegt, in denen dies notiert werden kann. Auch der Name der neuen Pfarrei kann hier vorgeschlagen werden (bitte mit Begründung). Oder man teilt den Vorschlag bzw. Ideen/Wünsche per E-Mail an info@goar-flieden.de mit. Die Steuerungsgruppe wird von ihren Sitzungen immer zeitnah öffentlich bei den Kirchlichen Nachrichten im Gemeindeblättchen berichten. Außerdem bitten wir im Gebet um ein gutes Gelingen zur Neugründung der künftigen größeren Pfarrgemeinde. 


Einkehrtag der Männer an Karfreitag 

Als Moderator in diesem Jahr steht Professor Christoph Müller, Rektor der Theologischen Fakultät Fulda zur Verfügung. Weitere Information demnächst. 


Ewiges Gebet am 8.3.2020 

Herzliche Einladung zu den Betstunden und der Abschlussandacht. 


Frühschichten in der Fastenzeit 

3., 17. und 31. März, jeweils um 6.00 Uhr; anschließend gemeinsames Frühstück 


Sonntag der Weltmission

Firmvorbereitung 2020


Am 22. November 2020 wird für unsere drei Pfarrgemeinden die nächste Firmung stattfinden. Gefirmt werden kann, wer am 01.07.2020 wenigstens 15 Jahre alt ist. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig am Firm - Alphakurs (mit einem Wochenende) teilzunehmen, die Gottesdienste der Pfarrgemeinden zu besuchen und sich bis spätestens Ende März 2020 in einem persönlichen Gespräch mit Pfarrer Maleja anzumelden , Tel. 1510 .


Mariä Lichtmess und Blasiussegen Fulda (bpf).


Das Fest der „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar, das die katholische Kirche gemeinsam mit den Ostkirchen feiert, trägt im allgemeinen Sprachgebrauch den Namen „Mariä Lichtmess“. Eigentlich ein Christusfest, ist es auch dem Gedenken Mariens gewidmet. Es bezieht sich auf den Bericht des Lukas - Evangeliums über den Besuch Marias im Tempel. Nach mosaisc hem Gesetz hatte sie nach der Geburt ihres Sohnes das vorge - schriebene Opfer der Reinigung, „ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“ (Lk 2, 24), darzubringen und ihren Erstgeborenen dem Herrn darzustellen. Auf den Namen „Lichtmess“ ist vielleicht d as Wort des greisen Simeon „Du zeigst allen Völkern Dein Licht“ (Lk 2, 32) ein erster Hinweis. Schon aus frühchristlichen Zeiten wird im Zusammenhang mit der liturgischen Feier dieses Festes über Lichterprozessionen berichtet, so etwa aus dem Rom der Mitte des 5. Jahrhunderts. Spätere Zeugnisse erwähnen eine Lichterprozession zu Beginn des Monats Februar, die offenbar eine alte heidnische Sühneprozession verdrängen sollte. An den Bußcharakter erinnerte noch bis zum Jahre 1960 die in der katholischen Kirche vorgeschriebene violette Farbe der liturgischen Gewänder des Priesters bei dieser Prozession. Eine Segnung der bei der Lichterprozession mitgetragenen Kerzen wird um die Jahrtausendwende aus Gallien erstmals berichtet. Lichterweihe und Lichterprozession fü hrten dann zu der im deutschen Sprachraum üblichen Bezeichnung „Lichtmess“ für dieses Fest. Im bäuerlichen Arbeitsjahr bedeutete Lichtmess früher das Ende der Arbeiten im Haus und den Beginn der Feldarbeit. Das Gesinde bekam den Jahreslohn, und zwischen dem alten und dem neuen Dienstjahr gab es ein paar freie Tage. Es war also im bäuerlichen Alltag ein markantes Datum. So verwundert es nicht, dass sich dieser Tag denn auch in zahlreichen alten Bauernweisheiten findet. „Gibt’s an Lichtmess Sonnenschein, w ird’s ein spätes Frühjahr sein“, heißt eine dieser Regeln. Wenn es dagegen an Lichtmess stürmt und schneit, so eine andere bäuerliche Erfahrung, „ist der Frühling nicht mehr weit“. In enger Verbindung mit Maria Lichtmess und den Lichterprozessionen steh t auch der sogenannte Blasiussegen, der sich auf den Märtyrer Blasius von Sebaste (gestorben ca. 316) bezieht. Der Armenier Blasius, der auch ärztlich tätig war, wird in der orientalischen und abendländischen Kirche sehr verehrt. Er erlitt unter Kaiser Lic inius ein schreckliches Martyrium: Zuerst mit Stöcken geschlagen, dann auf der Folter mit eisernen Kämmen zerfleischt, wurde er schließlich enthauptet. Schon im 6. Jahrhundert wurde der „Bischof mit dem erbarmenden Herzen“ – wie er im Volk gern genannt wurde – bei Krankheiten und besonders bei Halskrankheiten angerufen, letzteres deshalb, weil er nach der Legende einen Knaben, den eine im Rachen haftende Fischgräte dem Erstickungstode nahegebracht hatte, durch sein Gebet rettete. Dies ist auch der Anlass für den Blasiussegen, den der Priester dem Gläubigen mit zwei gekreuzten bren - nenden Kerzen erteilt. Er ist in dieser Form seit dem 16. Jahrhundert bezeugt. Das L icht der Kerzen verweist auf die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen und auf die Teilhabe an s einem Licht. Zugleich will diese Erinnerung an die „Gemeinschaft des Lichtes“ als Bitte verstanden werden, dass sich hier und jetzt die schützende Nähe des Herrn erweisen möge. Der heilige Blasius soll durch seine Fürsprache Gottes Heil und Segen erwirken.


Neujahrsempfang 2020