Kolping am Wendepunkt

Hünfeld, 21. September 2022

Um Zukunftsfragen der Kolpingsfamilien ging es bei der Kolping-Bezirkstagung im Pfarrheim Michelsrombach. Verbandsreferent des Kolping-Diözesanverbandes Massimo Zanoner stellt sich den Fragen und Sorgen der Kolpingvorstände.

Bezirks-Teamleiter Dieter Hohmann, gab zunächst einen Rückblick über die Veranstaltungsjahre 2020/2021. In der anschließenden Diskussion über die Zukunft der Kolpingsfamilien im Rahmen des pastoralen Prozesses und kirchlichen Entwicklung im Allgemeinen, gab es die unterschiedlichsten Reaktionen. Der Alterungsprozess in der Gesellschaft macht sich auch in den Kolpingsfamilien bemerkbar. Daher gibt es Überlegungen im Kolpingwerk, so Verbandsreferent Massimo Zanoner, Kolpinggemeinschaften kooperieren zu lassen.

Zahlreichere Vorstände seien mit den aktuellen Gesetzesvorschriften, z.B. im Finanzierungswesen, nicht einverstanden und fänden kaum noch Mandatsträger für das Aufgabengebiet einen Kassenverwalters, so die Meinung der Delegierten. Zwar gibt es bereits eine lose Zusammenarbeit einiger Kolpingsfamilien, die jedoch Kooperationen mit einer tragfähigen Zusammenarbeit im Vorstandsbereich noch offen sind. In den aktuellen Pastoralverbünden spielten, so Bezirkssprecher Günter Pilz, bei den Verantwortlichen die Verbände augenscheinlich keine Rolle, obwohl diese über Jahrzehnte in jeder Pfarrei eine tragende Rolle ausgeübt hätten. Viele Aktivitäten seien, so Günter Pilz, in den Pfarreien von Kolping, KAB oder KFD maßgeblich mitgetragen oder in Eigenverantwortung für die Pfarrei übernommen worden.

Wenn die Verbände als Keimzellen in Zukunft nicht gefragt sind, dann wird sich das auch auf das Gemeindeleben vor Ort entsprechend auswirken, betont Günter Pilz. Die Zukunft der Kirche wird nur durch das Zeugnis eines jeden Einzelnen und nicht in erster Linie durch strategische Planungen gesichert. Das Kolpingwerk als weltweiter Verband ist großartig vernetzt und unterstützt die unzähligen Keimzellen vor Ort und ist damit beispielgebend für unsere Kirche. Vom Diözensanverband Fulda wurde die Einsetzung eines Zukunfts-Arbeitskreises gefordert, um den pastoralen Entwicklungen gerecht zu werden. Am Donnerstag, dem 29. Sept. begleiten Bannerabordnungen die Schlussandacht zur Herbst-Bischofskonferenz und am 27. Oktober steht der Kolping-Weltgebetstag, vom Kolpingwerk Südtirol inhaltlich vorbereitet, an. Höhepunkt in diesem Jahr ist die Diözsanwallfahrt vom 27. bis 30. Okt nach Köln und Aachen. Dieter Hohmann bedankte sich bei der Kolpingsfamilie Michelsrombach für die sehr herzliche Gastfreundschaft.


Bild und Text: Kolping Bezirksverband

Hinweis zum Foto: Verbandsreferent Massiomo Zanoner, stehend, erläutert Zukunftsplanungen.