Gebet mit den Emmausjüngern

Bild: Ursula Deutsch (Foto), Martin Manigatterer (Layout) In: Pfarrbriefservice.de

Bleib mit uns, Herr“ (Lk 24, 29)!  Gehe nicht auf Abstand zu dieser deiner Welt! Geh nicht weiter! Bleibe unser Gast, denn es will Abend werden! Bleibe bei uns und bei deiner ganzen Welt!

Bleibe bei den Alten und Kranken und Gefährdeten! Bleibe bei denen, die mit dem Tod ringen! Bleibe bei den Hoffnungslosen und Ratlosen, die nun einen Engel der Frühe brauchen, der sie aufrichtet!

Bleibe bei den Einsamen, die nun noch einsamer werden. Bleibe bei den Ängstlichen, die nun noch ängstlicher werden. Bleibe bei den Gefährdeten, die jetzt noch gefährdeter sind.

Bleibe bei denen, die nun stark sind und sein müssen in dieser schweren Zeit, bei den Helden und Heldinnen dieser Zeit: den Ärzten und Krankenschwestern und Pflegerinnen, den Sicherheitskräften, den Verkäuferinnen, den Politikern und Wissenschaftlern.

Bleibe auch bei denen, die nun nicht stark sind, die nicht stark sein können und auch nicht stark sein müssen, bei den Hoffnungslosen, den Überforderten, den Depressiven.

Bleibe bei denen, die Gott nicht verstehen, denen die Kraft zu glauben vergangen ist; bleibe bei denen, die nach neuen Worten und Wegen suchen, das schwere Geheimnis Gottes zu bezeugen!

Bleibe bei denen, die uns Zuversicht schenken in dieser Zeit, bei denen, die uns in diesen schweren Tagen aufmuntern und uns zum Lächeln bringen!
Bleibe bei den Kindern und allen die fragen: Wie lange noch? Bleibe bei den Irritierten und Hilflosen.

Bleibe bei uns endlichen Geschöpfen und deiner Kirche – und lass uns hoffen auf den neuen Himmel und die neue Erde, auf den Ostermorgen, den du auch uns bereiten wirst.

Quelle: Ostern in Coronazeiten; Gedanken von Kurt Josef Wecker, Pfr. (Nideggen-Heimbach)