Musik, Kunst und Kultur an der Elisabethkirche

Die Elisabethkirche ist als Innenstadtkirche am Friedrichsplatz mit der denkmalgeschützten Bosch-­Bornefeld­ Orgel ein Ort der Experimente und der Kooperationen mit Musikschaffenden, der Universität Kassel, dem Staatstheater Kassel, den Kasseler Musiktagen und der Musikakademie der Stadt Kassel »Louis Spohr«. Die Konzertreihen und Einzelveranstaltungen verschiedener Chöre, Sängerinnen und Sänger und Instrumentalisten zeigen die große Vielfalt der Kirchenmusik und bieten Musik in der Kirche für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Mittlerweile hat sich die Elisabethkirche schon zu einem beliebten Ort in der Kasseler Kulturszene entwickelt.

Nicht nur das Klangdenkmal der Bosch-Bornefeld-Orgel sondern auch viele andere Künstler laden immer wieder ein, durch die Musik einen neuen Zugang zu Gott und zum Glauben zu gewinnen.
Bei freiem Eintritt wird zur Unterstützung der Veranstaltungen um eine Spende am Ausgang gebeten. 



Damit baut die Elisabethkirche ihre Arbeit als "Kulturkirche" weiter aus.


Immer wieder, insbesondere zur Documenta, gibt es in der Elisabethkirche auch Ausstellungen namhafter Künstler. 


Auch für das erste Halbjahr 2019 wurde ein interessantes Programm zusammengestellt, das eine große Vielfalt geistlicher Kultur und Musik widerspiegelt. 

 

Zweites Halbjahresprogramm 2019

Das neue Halbjahresprogramm „Kultur und Musik in der Elisabethkirche Kassel“ liegt vor. „Im zweiten Halbjahr steht die Bosch-Bornefeld-Orgel im Zusammenspiel von unterschiedlichen Instrumenten im Mittelpunkt“, so Regionalkantor Thomas Pieper. 


Eröffnung durch "Sommerabend Orgel+"


Traditionell eröffnet wird das 2. Halbjahr durch den „Sommerabend Orgel+“ am 23.8.19. Ab 19 gibt es stündlich eins der vier Konzerte mit der Orgel und einem Begleitinstrument. Zu erleben sind Viola und verschiedene Blasinstrumente. 


"Im Atem der Zeit"


Fortgesetzt wird auch die Reihe „Im Atem der Zeit“ in Kooperation mit dem „Kasseler Kulturforum“. „Orgel und mehr“ ist ein Konzertprogramm am 28.8.19 ab 20 Uhr. 


Erstmalig Kabarett 


Am 30.8.19 gibt es um 19.30 Uhr erstmals Kabarett in der Elisabethkirche. Lutz von Rosenberg Lipinsky gastiert mit „Geld. Macht. Angst“. Der studierte Theologe nimmt die Macht des Geldes ins Visier. Veranstalter sind neben der Kirchengemeinde die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), Kolping sowie das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

 

Filmmusik für die „Kleinen Riesen“

 

An den vier Septembergottesdiensten heißt es wieder „4x Orgel im September“. Auch hier wird die Vielfalt der „Königin der Instrumente“ erlebbar. Zu hören sind u.a. Werke von Bach, Buxtehude, Widor, Mendelssohn Bartholdy und Philip Glass. Präsentiert wird die Reihe von der „Kasseler Sparkasse“. Die Organisten sind Thomas Pieper, Ludwig Zeisberg, Damian Poloczek und Martin Forciniti. Letzterer gestaltet am 26.9.19 das Konzert „Emotionen4 – Filmmusik an der Orgel“. Das Benefizkonzert findet aus Anlass des fünfjährigen Bestehens der „Kleinen Riesen Nordhessen e.V.“ statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Echo-Preisträger und Domorganist

 

Unter dem Titel „Orgel plus Sax“ konzertierten am 13.10.19 um 19.30 Uhr der Echo-Klassik-Preisträger Christian Segmehl am Saxophon mit Johannes Mayr, preisgekrönter Domorganist in Stuttgart. Beim Benefizkonzert für den Auslandsdienst des Malteser Hilfsdienstes erklingen am 26.10.19 ab 19.30 Uhr Werke für Orgel und Blechbläser.

„Musik und Impuls im Gottesdienst“ heißt die Reihe im November. An den ersten beiden Sonntagen sind um 18 Uhr Solokantaten des Frühbarocks und Orgelmusik von Josef Gabriel Rheinberger zu hören. Höhepunkt ist dann am 17.11.19 die Bachkantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ mit Solisten, Vokalensemble und Kantatenorchester der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“. Im Gottesdienst zum Hochfest Christkönig (24.11.19) singen um 18 Uhr Kasseler Kirchenchöre gemeinsam von Josef Lammerz (1930–2014) die „Missa mundi“.

 

„Adventlich – aber ohne Lametta“

 

Den Übergang vom Trauermonat November zum Start des Advents gestaltet am 1. Dezember um 16 Uhr ein innovativer und experimenteller Nachmittag. Zunächst ist die Bosch-Bornefeld-Orgel zu hören. Den zweiten Teil gestaltet das „Belka & Strelka Kollektiv“. Mit Hilfe eines Textausschnittes des Brachland Ensembles ("die Dinge um uns") werden materielle und immaterielle Dinge um uns untersucht, die damit verbundenen Sehnsüchte, vergangene Utopien und was das alles mit unserer Sterblichkeit zu tun hat. Die Produktion ist eine Schnittstelle zwischen Hörspiel und Musikstück und versteht sich als Acoustic Story, adventlich – aber ganz ohne Lametta. Auch in diesem Jahr wird der Weihnachts- und Silvestergottesdienst musikalisch gestaltet.

 

Kulturpreisträger Elisabethkirche

 

Die Elisabethkirche ist als Innenstadtkirche am Friedrichsplatz Ort für kulturelle Experimente und Kooperationen. „Konzerte und Gottesdienste zeigen die große Vielfalt der Kirchenmusik und bieten Musik in der Kirche für die unterschiedlichsten Zielgruppen“, so Marcus Leitschuh als Projektleiter. Ergänzt wird das Programm durch Tanz, Theater, Kunst und Kabarett. Gemeindepfarrer Peter Bulowski: „Als 2015 die Bosch-Bornefeld-Orgel ihre neue Heimat in der Elisabethkirche fand, haben wir uns gewünscht, dass die Investition ein Gewinn für die Kasseler Musiklandschaft wird. Diese Hoffnung hat sich bewahrheitet.“ Stolz ist man, dass die „Kirchenmusik in der Elisabethkirche“ gemeinsam mit der Martinskirche den Sonderpreis des Kasseler Kulturförderpreises „für kontinuierliche künstlerische und musikalische Programmgestaltung auf höchstem Niveau“ bekommen hat. Pieper: „Das spornt uns seitdem an, auch weiterhin Kultur, Liturgie und Experiment in der Rosenkranz- und Elisabethkirche als Teil der Kasseler Kulturszene für alle Bürgerinnen und Bürgern einzubringen.“

 

Das gemeinsame Programmheft mit der Kasseler Rosenkranzkirche liegt in allen Kirchengemeinden aus und steht hier zum Download bereit.


 

Neu: Kultur in Kassel

Eine Seite - viele Kulturinitiativen. Die Pfarrei Sankt Elisabeth Kassel ist Träger der großen Veranstaltungsseite für Kassel. Unter dem im Folgenden angegebenen Link finden Sie einen Überblick über die Kulturangebote der Elisabethkirche, aber auch anderer Initiativen, darunter das Staatstheater, das Sepulkralmusem oder Naturkundemuseum. 

 

Erstes Halbjahresprogramm 2019

Beginn am Valentinstag


Mit „magic acoustic guitars“ konnte eines der besten deutschen Gitarrenduos gewonnen werden. Roland Palatzky und Matthias Waßer wurden für ihre Konzerte mehrfach ausgezeichnet. „Es wird ein romantischer Abend in der festlich erleuchteten Kirche am Tag des Heiligen Valentins“, verspricht Marcus Leitschuh, Projektleiter für die Kultur in der Elisabethkirche. Karten gibt es für 10 bzw. 5 Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung St. Elisabeth, gegenüber der Martinskirche.


Theater und Musik in der Fastenzeit

In der Fastenzeit gibt es zwei Theateraufführungen. Christian Doll, ehemaliger Intendant der Bad Gandersheimer Domfestspiele, inszenierte das Stück „Judas“ von Lot Vekemans. Gunter Heun spielt es am 13.4.19 um 19.30 Uhr. Das Theaterensemble „Ensemble Theatrum“ spielt am 23. März 2019 um 16 Uhr „Claudia Procula – die Frau des Pilatus“. Die Inszenierung widmet sich dem Passionsgeschehen in sensiblen Theaterbildern mit Musik und einem faszinierenden Bühnenbild. Veranstalter ist das Katholische Dekanat Kassel-Hofgeismar, das Evangelische Forum und die Kirchengemeinde Sankt Elisabeth Kassel.
Für die Telefonseelsorge Nordhessen findet ein Benefizkonzert zahlreicher Musikerinnen und Musiker statt und im April folgt ein Passionskonzert. Etwas Besonderes wird die „African Gospel Night“ am 27.4.19 mit dem „Akwaba Gospelchor“ (Berlin). Der Chor pflegt den schwarz-afrikanischen Gospel und entwickelt ihn weiter. Der Chor ist auch schon mit internationalen Stars wie Sam Smith und Howard Carpendale aufgetreten. Die Stimmen werden von afrikanischen Musikinstrumenten begleitet. Von ruhig bis mitreißend lädt die Musik zum Tanzen und Entspannen ein.

Kooperation mit der Musikakademie


Im Mai und Juni spielen jeweils donnerstags um 19 Uhr wieder Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ in der Konzertreihe „Auf eine halbe Stunde“. „Diese Form der Nachwuchsförderung und die vielfältigen Kooperationen in die Kasseler Kulturszene hinein sind uns wichtig“, so Regionalkantor Thomas Pieper. Auch das Sommerkonzert Kasseler Chöre und die Reihe „Im Atem der Zeit“ in Verbindung mit dem „Kasseler Kulturforum“ werden fortgesetzt. Ebenso wird es wieder einen musikalischen Gottesdienst am Sonntag des Altstadtfestes geben. „Als 2015 die Bosch-Bornefeld-Orgel ihre neue Heimat in der Elisabethkirche fand, haben wir uns gewünscht, dass die Investition ein Gewinn für die Kasseler Kulturlandschaft wird. Diese Hoffnung hat sich bewahrheitet“, schaut Pfarrer Peter Bulowski auf das letzte Jahr zurück. Bulowski: „Stolz sind wir, dass wir Ende 2017 den Sonderpreis des Kasseler Kulturförderpreises für kontinuierliche künstlerische und musikalische Programmgestaltung auf höchstem Niveau bekamen. Das spornt uns an, auch weiterhin Kultur, Liturgie und Experiment als Teil der Kasseler Kulturszene für alle Bürgerinnen und Bürgern in der Kirche einzubringen.“



 
 

Zweites Halbjahresprogramm 2018

Die Elisabethkirche in der Kirchengeschichte




Auch in der Kirchengeschichte Kassels spielt die Elisabethkirche eine besondere Rolle. Nach der Reformation wurde als erste katholische Kirche vom damaligen Landgrafen Friedrich II (1720-1785), der 1749 zum katholischen Glauben übertrat, der Auftrag erteilt, ein "geistliches Haus" zu erbauen. Diese wurde 1777 der Heiligen Elisabeth von Thüringen der Patronin und "Mutter" des Hauses Hessen geweiht. Im zweiten Weltkrieg wurde die alte Elisabethkirche, die auf Höhe des heutigen Staatstheaters stand, so zerstört, dass nach dem Krieg ein Neubau auf der anderen Seite des Friedrichsplatzes errichtet wurde. Mehr zur Kirchengeschichte der Elisabethkirche findet sich in der Festschrift.