Ministrantenfahrt vom 6. bis 7. Mai 2016 nach Hildesheim und Hannover

Unsere Minifahrt

An dieser Stelle entsteht zurzeit der Rückblick auf unsere Minifahrt.
Neben einigen Fotos, die wir hier zeigen, wollen wir auch von den Sagen und Legenden berichten, die wir in Hildesheim kennengelernt haben.

Die Legende vom tausendjährigen Rosenstock

Die Legende, die den Tausendjährigen Rosenstock umgibt, reicht bis in die Gründungsgeschichte des Bistums Hildesheim zurück. Seinerzeit, im Jahre 815, soll Ludwig der Fromme, Sohn und Nachfolger Kaiser Karls des Großen, zwischen den Blüten einer wilden Heckenrose eine kostbares Reliquiar vergessen haben, dass er dort zur Feier einer Messe hatte aufhängen lassen. Als er zurückkehrte, um das Reliquiar wieder zu holen, ließ es sich nicht mehr  vom Rosenstock entfernen. Ludwig der Fromme sah darin ein göttliches Zeichen und ließ zu Ehren der Gottesmutter an Ort und Stelle eine Kapelle bauen. Soweit die Legende. Tatsache jedenfalls ist, dass um 815 die Geschichte des Bistums begonnen hat.
Bei einem Bombenangriff im März 1945 während des Zweiten Weltkriegs verbrannte der Rosenstock und lag unter Trümmern begraben. Wie ein Wunder erschien es den Überlebenden dieser Katastrophe, als die Reste der Rose dennoch neue Triebe entwickelten. Acht Wochen nach der völligen Zerstörung des Hildesheimer Doms sprossen aus den verschütteten Wurzeln 25 neue Triebe hervor.

(Quelle: http://www.dom-hildesheim.de/de/tausendjaehriger-rosenstock-hildesheim; 2016-06-05)

Das geopferte Huhn

Auf dem Lamberti-Kirchhofe liegt ein Schatz vergraben, der brennt alle 99 Jahr in der heiligen Christnacht. Aber Jeder kann ihn nicht sehen. Wer ihn brennen sehen will, muß mit einem kohlschwarzen Huhn dreimal um die Kirche gehen und sich durch Nichts irre machen lassen. Ist man zum drittenmale herumgekommen, so schlagen die Flammen lichterloh aus der Erde, dann muß man das Huhn dem Bösen opfern und rückwärts sehend in die Flammen werfen.

Das wußte auch vor 99 Iahren eine Frau auf der Knollenstraße, die sagte keinem Menschen Etwas, nahm in der Christnacht ein kohlschwarzes Huhn - welches sie sich aufgezogen hatte - untern Arm und ging auf den Lamberti - Kirchhof. Nachdem sie drei Vaterunser gebetet hatte fing sie ihren Gang an. Als sie nun zum erstenmal an die Ecke kam, wo die Sakristei ist, hätte sie fast vor Schrecken das Huhn fallen lassen, denn an der Ecke stand ein längst verstorbener Nachbar und sagte: „Guten Abend Liesbeth, nimm mich mit, mich friert's!“ -  „In Gottes Schoß ist es warm“, sagte die Frau und ging weiter. Da flogen blaue Funken aus der Erde, auf der Stelle, wo der Schatz lag. - Die Frau ging zum zweitenmal herum und als sie an die Stelle kam, wo der tote Nachbar gestanden, da pupperte ihr erst recht das Herz, denn jetzt lag da ein kohlschwarzer Hund mit glühenden Augen, der tat seinen Rachen auf und rief: „Nimm mich mit, mich friert's!“ „In der Hölle ist es heiß“, antwortete die Frau und ging weiter. Nun schlugen helle Flammen empor auf der Stelle, wo der Schatz lag und die Frau dachte „Gottlob nur noch einmal herum“. Sie trat den dritten und letzten Gang an. Da stand auf der gefährlichen Stelle der Böse selbst und brüllte: „Nimm mich mit, nimm mich mit, sonst bist du mein!“ „Das Huhn ist dein!“ rief die beherzte Frau, lief ohne sich umzusehen auf die hellen Flammen zu, die jetzt über dem Schatz aus der Erde flackerten, und warf das Huhn in die Glut. In Augenblicke war Alles verschwunden, und der Frau wurde es in der stockfinstern Nacht mit einemmal so grausig, daß sie sich nicht weiter nach dem Schatze umsah, so schnell sie konnte nach Haus lief und sich unter der Bettdecke verkroch.

Am anderen Morgen wurde sie durch ein lautes Gackern geweckt. Verwundert ging sie nach dem Hühnerwiehmen (Stall?) und fand das schwarze, geopferte Huhn gesund und munter auf dem Neste. Als das Huhn nun vom Neste aufstand, lag ein goldenes Ei darin und so ging's Tag für Tag bis zur nächsten Christnacht; da fand sie am Weihnachtsmorgen den Hühnerwiehmen voll Blut und es war im ganzen Stalle ein brandiger Geruch.

 Auf das laute Schreien und Jammern der Frau liefen die Nachbarn zusammen und als sie den blutigen Wiehmen (Stall?) sahen, meinten sie: Das hat der „Ilk“ (Iltis) getan, aber wer wird denn um ein lumpiges Huhn einen solchen Lärm machen!? -  Die Nachbarn aber wußten nicht, was für Eier das Huhn gelegt hatte und welch ein „brandiger Höllenilk“ (der Teufel) der Räuber war.


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