Jugend im Bistum Fulda
Strandtag in der Karibik
Strandtag in der Karibik

Strandtag in der Karibik

Jugendliche genießen den Strand in Kuba und begegnen Armen der Stadt

Alle Kurzfahrer sind gut und ohne Probleme in der Heimat angekommen

Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels fuhren die Jugendlichen der Langfahrt am Mittwoch an einen Sandstrand nahe der kubanischen Hauptstadt Havanna. Viele genossen das Schwimmen im türkisblauen Meer oder das Muschelsuchen am Sandstrand mit Palmen, auch wenn einige Qualen das Badeerlebnis für manche trübten. Andere schliefen an diesem Tag der Erholung ein und wachten mit einem Sonnenbrand wieder auf.


Nach dem Strand feierte die gesamte Gruppe der bei Gemeinschaft San`Egidio die Heilige Messe, wie auch am Vortag schon. Togar Pasaribu verwies in seiner Predigt auf einen Text von Papst Benedikt, den er in einer Kapelle in Panama zufällig gefunden hatte. Darin macht der emeritierte Papst die Sehnsucht nach der Freude im Leben eines jeden Menschen deutlich. Pasaribu griff den Gedanken mit Blick zu Ende gehende Wallfahrt auf. Jeder Jugendliche werde die Momente der Freude mitnehmen und wieder in den Alltag eintreten. „Schön wäre es, immer in dieser Freude zu verweilen, doch im letzten wird das erst sein, wenn wir der vollkommenen Freude begegnen, die Gott ist“, sagte Passaribu.


Nach dem gemeinsamen Abendbrot aller Teilnehmer im Hotel machte sich eine kleine Gruppe von Jugendlichen auf zurück zur Gemeinschaft San`Egidio. Dort kamen sie zur einem Abendgebet, dass die Gemeinschaft dreimal die Woche durchführt. Alena Schäfer aus Salmünster war bei dem Treffen dabei, das sie sehr bewegte. Die Jugendlichen erfuhren etwas über die Arbeit der und 150 Ehrenamtlichen. Sie haben eine Kleiderkammer, bieten armen Menschen die Möglichkeit, zum Duschen und waschen. Darüber hinaus gab es an dem Abend eine Suppe, die alle stärkte, die kamen und sich oft nicht das Nötigste zum Leben leisten können. ´


In einem Gespräch erfuhren die Jugendlichen zudem von der Perspektivlosigkeit der Menschen in Kuba. „Viele beginnen, wenn sie Geld verdienen, Alkohol zu trinken, was sie dann noch mehr abstürzen lässt“, berichtet Alena Schäfer von dem Treffen. Auch brauche es lange, bis Gebäude renoviert würden. Selbst die Gemeinschaft habe vier Jahre gebraucht, die Räume für die Armen entsprechend herzurichten.


Alena Schäfer ist dankbar für die Begegnung mit den Menschen vor Ort: „Ich finde es schön, dass auch wir in Kuba eine Heimat gefunden haben. Egal, wo man auf er Welt ist: Die Kirche bietet Raum für Menschen, ob es für Arme ist oder für Menschen, die vom Weltjugendtag komme“, sagte Schäfer. Die 27-jährige initiierte eine Kleideraktion der Jugendlichen mit: Um das Gepäck für den Rückflug nach Deutschland zu reduzieren, nahm sie bewusst Kleidungsstücke mit auf die Reise, die sie vor Ort lassen wollte. „Bei der Gemeinschaft haben wir gerade für die Tornadoopfer einen guten Ort gefunden“, sagte Alena Schäfer zufrieden. Auch andere ließen T-Shirts oder auch Weltjugendtagsrucksäcke für die Armen zurück. Für Alena Schäfer ist diese kleine Geste ein voller Erfolg. „Ich werde zukünftig auch in meinem Alltag daheim wertschätzender mit dem umgehen, was ich selbstverständlich habe“, versicherte Schäfer.


Unterdessen sind die Pilger der Kurzfahrt gut und ohne Zwischenfälle zurück in Deutschland. Für die Pilger der Langfahrt geht es am Donnerstag nochmal in den Kleingruppen durch Havanna, bevor am Nachmittag mit einem Abschlussgottesdienst in der Kathedrale zu Havanna die Wallfahrt endet. Am Freitag brechen die ersten Jugendlichen wieder auf in die Heimat.


Text und Biilder: Sebastian Pilz