Bistum Fulda

„Durch Christus hat der Tod keine Macht mehr über Menschen“

Diözesanadministrator Diez predigte an Allerseelen im Fuldaer Dom – Gedenkgottesdienst für verstorbenen Weihbischof Johannes Kapp

Fulda (bpf). „Es gibt keine christlichere Botschaft als die, dass der Tod durch Christus über den Menschen keine Macht mehr hat, weil ihm der sterbende und auferstandene Herr seine Macht genommen hat“, sagte Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez am Freitagabend in einem Pontifikalamt zu Allerseelen im Fuldaer Dom hervor. In seiner Predigt betonte der Weihbischof, dass Christen den Allerseelentag nicht in aussichtsloser Trauer, sondern in Hoffnung begingen. „Deshalb zünden wir an den Gräbern unserer Verstorbenen die Lichter an, denn ‚alle unsere Toten tragen die Hoffnung im Gesicht‘, wie es einmal der große selige Kardinal John Henry Newman gesagt hat.“ Die Kirche Christi, die die Botschaft des lebendigen und lebenspendenden Gottes durch die Zeiten zu tragen habe, verkünde auch über den Gräbern die Botschaft des Lebens, ohne die der Friedhof ein Ort auswegloser Trauer wäre.


 

Besonderes Gedenken für Weihbischof Johannes Kapp


Weihbischof em. Johannes Kapp, der am 22. September verstorben war, wurde von Diez als ein zutiefst gläubiger Mann gewürdigt, der ganz aus der Verheißung Gottes gelebt habe. Sein Wahlspruch „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“ aus dem Buch des Propheten Nehemia wolle sagen, dass der, welcher mit Christus verbunden sei, in Bedrängnis und Anfechtung die nötige Kraft und den Mut erhalte, um weiterzugehen. Weihbischof Kapp sei mit großer Freude Seelsorger gewesen; Bischof Heinz Josef Algermissen habe ihn im Vorwort zu Kapps Erinnerungsbuch von 2008 als „eine ebenso überzeugende wie authentische Priester- und Bischofsgestalt“ bezeichnet. Die Begleitung der Priester sei ihm sehr wichtig gewesen. „Gerade unter der Verantwortung für Priester und Diakone hat er dann besonders gelitten, wenn es zu Verfehlungen kam.“ Er habe auch unter mancher Fehleinschätzung gelitten, die er später als solche erkannt habe. Des Weiteren beschrieb Weihbischof Diez den Verstorbenen als sehr naturverbunden. „Das Bild vom Weizen war Johannes so vertraut, dass er es in sein bischöfliches Wappen übernommen hat.“ Es verbinde ihn mit seiner Herkunft und seiner Tätigkeit als Seelsorger. Jesus habe das Bild vom Weizenkorn gebraucht, um sein Leben, seinen Tod und sein Auferstehen zu deuten. 

 

Der Diözesanadministrator fuhr fort: „Der Herr, der selbst in den Tod hinein und durch den Tod hindurchgegangen ist, beugt sich über die gestorbene Menschheit, um sie mitzunehmen in das Leben, das ihm selber gegeben wurde und das er selber ist als der lebende und erhöhte Herr.“ Auch die Gläubigen beugten sich in diesen Tagen mit ihrem Herrn gedenkend und fürbittend über ihre Verstorbenen herab, wenn sie an ihren Gräbern stünden und zu ihrem Gedächtnis Eucharistie feierten. „Wir empfinden dabei, dass sie nicht entschwunden und verloren sind, dass das Band, das uns einmal mit ihnen so sehr verbunden hat, nicht durchschnitten ist, dass der Tod sie uns nicht ganz nehmen konnte“, unterstrich Weihbischof Diez. Denn die Verstorbenen lebten im Geheimnis Gottes weiter, der kein Gott der Toten, sondern der Lebenden sei (Mt 22,31). „Wer an den lebendigen Gott glaubt, kann nicht anders als glauben, dass sein Leben für immer in diesem Gott aufbewahrt und geborgen ist. Unsere Toten leben, und auch wir werden bei unserem Tod nicht ins Nichts versinken, sondern in Gottes Hand geborgen sein. In dieser großartigen Glaubenshoffnung begehen wir den Allerseelentag.“

05.11.2018


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